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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30560
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3056/


Sustainable Management of the Eastern Baltic Cod Fishery

Nachhaltige Bewirtschaftung der Dorschfischerei in der östlichen Ostsee

Röckmann, Christine

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Fischerei , Ostsee <Ost> , Kabeljau , Klimaänderung , Fischereipolitik , Geschützte Natur , Nachhaltigkeit , Modellierung , Populationsdynamik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ressourcenmanagement , Meeresökosystem
Freie Schlagwörter (Englisch): fisheries management , Marine Protected Area , climate change , environmental variability , bio-economics
Basisklassifikation: 38.90 , 42.94 , 30.99 , 43.33
Institut: Geowissenschaften
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Graßl, Hartmut (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.07.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 05.10.2006
Kurzfassung auf Englisch: The present dissertation aims to shed light on the environmental / ecological, economic, and legal sides of fisheries management in the Baltic Sea with the objective to support the recovery of the Eastern Baltic cod stock and to contribute to the sustainable management of the Eastern Baltic cod fishery. A central question motivating this research is: Can a Marine Protected Area, permanent or seasonal, be effective in rebuilding the Eastern Baltic cod stock AND, at the same time, ensure future harvests to fishermen – also in light of global climate change? Several gaps towards a bio-economic evaluation of selected management policies for the Eastern Baltic cod fishery are bridged by this study.
First, the legal framework of fisheries management at the European level, and particularly that of the Baltic Sea, is depicted (Chapter 2). The subsequent modelling-based policy analysis is designed to fit into this framework and to propose new legislation or policy recommendations.
The core of the thesis is the development of a spatially explicit simulation model of the Eastern Baltic cod population dynamics (Chapter 3) and the subsequent coupling with economic calculations (Chapters 4 and 5). The population dynamics are externally driven by (a) management policies and (b) environmental scenarios. The simulations focus on the evaluation of an MPA as a management tool.
The model is extended to incorporate global climate change and its regional consequences in the Baltic Sea area (Chapter 4). The driving question is whether stock recovery is possible in the face of global warming. A preliminary economic analysis is coupled to the biological component, allowing simulations of future yield and profit development.
Finally, the economic model component is extended by calculating the variable costs of fishing (Chapter 5). Fishermen’s future operating profits are estimated, and a ranking of the selected management policies in terms of economic profit is suggested.
The following conclusions can be drawn: A temporary marine reserve policy, which focuses on protecting the Eastern Baltic cod spawning stock in ICES subdivision 25, is a valuable fisheries management tool to (a) rebuild the overexploited Eastern Baltic cod stock and (b) increase operating profits, thus avoiding the negative effects of overfishing. The negative effects of climate change can be postponed for at least 20 years – depending on the assumed rate of future climate change.
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Dissertation untersucht die umwelt-naturwissenschaftlichen, ökonomischen und rechtlichen Aspekte der Dorschfischerei in der östlichen Ostsee. Die Komplexität der politischen und ökologischen Situation in der Ostsee erfordert eine starke internationale Zusammenarbeit, um eine nachhaltige Fischereiwirtschaft zu erreichen. Daher sollte das Fischereimanagement möglichst flexibel sein, damit man kurzfristig, spontan und direkt auf sich verändernde Umweltbedingungen und/oder anthropogene Einwirkungen reagieren kann. Gleichzeitig sollten die Erträge aus den internationalen Fischereiressourcen den Fischern Einkommensstabilität gewähren.
Im zweiten Kapitel dieser Dissertation werden die rechtlichen Rahmen-bedingungen des Fischereimanagements in der Ostsee untersucht. Besondere Bedeutung wird der neuen Europäischen Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) von Dezember 2002 eingeräumt, deren Ziele, Funktionen, Aufgaben und Strategien vorgestellt werden. Der Schutz der Fischbestände und des Meeresökosystems ist laut GFP eine wichtige Voraussetzung für Nachhaltigkeit und daher erstrebenswert. Die Einführung von Bewirtschaftungsplänen, Wiederauffüllungsplänen und Sofortmaßnahmen, in denen auch Meeresschutzgebiete vorgesehen sind, stellen mögliche flexible Management-Werkzeuge dar. Beide, Fische und Fischerei in der Ostsee, werden in Zukunft profitieren können, wenn die von der neuen GFP angebotenen Möglichkeiten und Maßnahmen von der Europäischen Kommission und von den EU-Mitgliedsstaaten realisiert werden.
In den anschließenden drei Kapiteln wird ein Modell der Populationsdynamik des Dorsches in der östlichen Ostsee (Gadus morhua callarias L.) entwickelt und zur Szenarienanalyse in Simulationen angewandt. Ziel ist es, die potentielle Entwicklung des Dorschbestandes sowie der Fänge, Erträge, Einnahmen und Kosten der Fischer unter verschiedenen Managementansätzen und Umweltszenarien zu simulieren. Schwerpunkt der Simulationen liegt auf der Untersuchung der bio-ökonomischen Auswirkungen der Einrichtung eines Meeresschutzgebietes in ICES-Gebiet 25. Seit mehreren Jahren beherbergt dieses Gebiet das wichtigste Laichgebiet des Dorsches überhaupt, da dort das brackige Ostseewasser häufig durch frisches Nordseewasser erneuert wird, während die tiefen Becken weiter nördlich und nordöstlich nur selten von Nordsee-Einstromereignissen erreicht werden.
Die Simulationsergebnisse zeigen, dass nachhaltiges Fischereimanagement die negativen Folgen des Klimawandels abschwächen und über mehrere Jahrzehnte hinaus verschieben kann. Dafür ist der saisonale Schutz des Laichbestandes in SD 25 vor und während der Laichperiode notwendig. Bei sehr starkem und schnellem Klimawandel kann der östliche Dorschbestand nicht überleben. Fänge und Einnahmen für die Fischer sind bei einer niedrigen fischereilichen Sterblichkeit höher als bei einer hohen. Außerdem entspricht die Verbesserung der Altersstruktur im Bestand durch die Reduzierung der fischereilichen Sterblichkeit einer “win-win”-Situation sowohl für den Bestand als auch für die Fischwirtschaft. Durch die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes in SD 25 können die negativen Folgen des Klimawandels über mindestens 20 Jahre aufgehalten werden – abhängig von der angenommenen Rate über den zukünftigen Klimawandel.

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