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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30639
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3063/


MR-Sialographie: Entwicklung und Optimierung einer ultraschnellen Sequenz und ein Vergleich unterschiedlicher Feldstärken

Aldefeld, Daniela

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SWD-Schlagwörter: Radiologische Diagnostik , NMR-Tomographie
Freie Schlagwörter (Deutsch): MR-Sialographie , konventionelle Sialographie , Sialogogum , Tesla , parallele Bildgebung
Basisklassifikation: 44.51 , 44.64 , 44.94
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Adam, Gerhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.09.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 09.10.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Bei den bisher gesammelten Erfahrungen scheint die MR-Sialographie eine viel versprechende Methode zur nichtinvasiven Beurteilung der Speicheldrüsengänge zu sein. Die wichtigsten Vorteile bestehen in der fehlenden Strahlenexposition, Invasivität und Verwendung von Kontrastmittel. Ein Vergleich mit den Speicheldrüsen der kontralateralen Seite ist im selben Untersuchungsgang ohne Neupositionierung des Patienten möglich. Die mr-tomographische Untersuchung kann auch bei einer akuten Sialadenitis mit Verschwellung der Orifizien durchgeführt werden und bietet eine Alternative bei einer im Rahmen einer konventionellen Sialographie missglückten Katheterisierung der Gänge. Bei Vorliegen ausgearbeiteter MR-Protokolle kann die Untersuchung auch durch einen Unerfahrenen erfolgen. Prästenotische Gangabschnitte und Parenchymläsionen sowie zystische Speichelretentionen sind im Gegensatz zur konventionellen Sialographie problemlos darstellbar. Besteht der Verdacht auf eine maligne Raumforderung, so kann die Untersuchung im Hinblick auf eine folgende Operation und der dazu räumlichen Beurteilbarkeit durch eine T1w SE-Sequenz mit Kontrastmittel ergänzt werden.

Die in dieser Arbeit vorgestellten ultraschnellen T2w ss-TSE-Sequenzen mit Akquisitionszeiten von 2,8 sec bei 1,5 Tesla und 10 sec bei 3,0 Tesla zeigten ohne notwendige Nachbearbeitung und bei hoher Intraclass-Korrelation (0,89 - 0,95), d.h. bei hoher diagnostischer Wertigkeit der evaluierten Sequenzen, innerhalb der Bewertergruppe gute Ergebnisse in der Darstellung der extra- und intraglandulären Ausführungsgänge bei gesunden Probanden. Dabei wurde gemäß einer visuell eingestuften Skala von 1 – 5 der proximale Ausführungsgang der Glandula parotidea insgesamt, unabhängig von Akquisitionstechnik und Stimulationszustand der Speicheldrüsen, am besten (1,81; SD +/- 1,06), der Ausführungsgang der Glandula submandibularis hingegen am schlechtesten (2,71; SD +/- 1,12) bewertet.

Unabhängig von der Feldstärke führte die Gabe eines Sialogogums zur signifikanten Verbesserung der Abbildungsqualität der Ausführungsgänge, beispielsweise anhand des Stenonschen Gangs prä sialogogum (2,09; SD +/- 1,21), post sialogogum (1,81; SD +/- 1,06). Zu einer Anhebung der Bildqualität sollte daher vor jeder MR-Sialographie eine Stimulation der Speicheldrüsen mittels eines oral applizierten Sialogogums erfolgen. Beim Vergleich der Feldstärken kam es in Bezug auf den Stenonschen Gang bei 3,0 Tesla (1,61; SD +/- 0,77) nur zu gering verbesserten Ergebnissen im Gegensatz zu 1,5 Tesla (1,88; SD +/- 1,12), womöglich durch stärkere Feldinhomogenitäten und den Einsatz eines unterschiedlichen Oberflächenspulensystems bei 3,0 T. Bezüglich der Schichtführung ergaben sich Vorteile in der sagittalen Ebene: Stenonscher Gang sagittal (1,56; SD +/-0,90), axial (2,05; SD +/-1,13). Die Anwendung paralleler Akquisitionstechniken (IPAT) bei 1,5 Tesla erbrachte keine signifikanten Vorteile, anhand des Stenonschen Gangs ohne IPAT (2,11; SD +/- 1,29), mit IPAT (2,23; SD +/- 1,28).

In Übereinstimmung mit den o.g. Fragestellungen wurden somit ultraschnelle, reproduzierbare Untersuchungssequenzen für 1,5 und 3,0 Tesla zur Darstellung der Ausführungsgänge der großen Speicheldrüsen entwickelt und an freiwilligen Probanden getestet und optimiert. Die Werte weisen insgesamt auf eine Verbesserung der Darstellung bei höherer Feldstärke und unter Verwendung eines Sialogogums, jedoch auf eine Verschlechterung bei paralleler Akquisitionstechnik hin. Somit wurde der Vorteil der höheren Auflösung der parallelen Bildgebung durch das höhere Rauschen und Rekonstruktionsartefakte zum Negativen beeinflusst.

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