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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-32020
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3202/


Bezug zwischen Malaria-Parasitämie, Fieberepisoden und Anämie bei Kindern eines Endemiegebiets der Malaria

Relation between malaria-parasitaemia, clinical episodes and anaemia in children in a malaria-endemic region

Spandl, Anton

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Basisklassifikation: 44.75
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Horstmann, Rolf (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.01.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 26.02.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Auf der Grundlage von longitudinalen Daten wurde die Entwicklung von Anämie bei Kindern in einem Endemiegebiet der Malaria untersucht. Bei 465 Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 12 Jahren aus der Ashanti-Region in Ghana wurden von Mai bis Dezember 2002 wöchentlich die Parameter Parasitenlast, Fieber, Therapie erhoben, alle zwei Wochen wurde zusätzlich der Hämatokrit ermittelt, alle vier Wochen sonographisch die Milzgröße bestimmt.
Jüngere Kinder waren im Vergleich zu Älteren öfter anämisch und erkrankten häufiger symptomatisch an Malaria, obwohl die Prävalenz der Parasitämie bei älteren Kindern nicht geringer war. Nur bei etwa 10% der Kinder, bei denen mikroskopisch Parasiten im Blut nachweisbar waren, war die Malaria symptomatisch. Mit zunehmendem Lebensalter sank der Anteil der Kinder, die Krankheitszeichen entwickelten. Die Prävalenz der Anämie lag in allen Altersgruppen unter 30% und ist nicht repräsentativ für die allgemeine kindliche Bevölkerung in Ghana, da eine Eisensubstitution sowie eine anthelminthisch Therapie mit Albendazol vor Studienbeginn durchgeführt wurden.
Bei jüngeren Kindern ist der Zusammenhang zwischen der quantitativen Parasitämie der Vorwoche und dem Hämatokrit deutlich stärker ausgeprägt (r2=0,155, p<0,0001) als der Zusammenhang zwischen der simultanen Parasitendichte und dem Hämatokrit (r2=0,088, p<0,0001). Dies spricht für einen verzögerten und kumulativen Effekt der quantitativen Parasitämie hinsichtlich der Entwicklung einer Anämie.
Nahezu omnipräsent lag eine Milzvergrößerung vor. Bereits in der unteren Quantile der Verteilung der Milzvolumina waren die Milzen um mehr als den Faktor zwei gegenüber dem Sollvolumen vergrößert. Das Ausmaß der Anämie korrelierte jedoch nicht mit der Splenomegalie.
Die Anzahl der individuellen Fieberepisoden korreliert bei jüngeren Kindern mit dem medianen Hämatokrit (r2=0,18, p<0,0001). Bei unkomplizierter Malaria in einem Endemiegebiet scheint daher der Verlust von nicht infizierten Erythrozyten im Rahmen einer unspezifischen Entzündungsreaktion eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der Anämie zu spielen. Der Beitrag von ineffektiver Erythropoese und dem Verlust von infizierten Erythrozyten erscheint vergleichsweise gering.

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