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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-32047
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3204/


Vergleichende Analyse der ärztlichen und computerisierten 12-Kanal Ruhe EKG Befundung in der bevölkerungsbasierten prospektiven Heinz Nixdorf Recall Studie

Schlüter, Christamaria

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SWD-Schlagwörter: Elektrokardiogramm
Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Meinertz, Thomas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.12.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 27.02.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Bezüglich der Herzfrequenz besteht über den gesamten relevanten Frequenzbereich eine gute Übereinstimmung zwischen digital erfassten und vom Arzt gemessener Herzfrequenz. Dies gilt sowohl für die „Zufallsstichprobe“ als auch die „Infarktstichprobe“.
Das PR-Intervall wird vom Arzt im Vergleich zum digitalen erfassten EKG in seiner Dauer tendenziell überschätzt. Dies gilt zumindest für die „Zufallsstichprobe“. Bei pathologischen Ausgangs-EKG sind Über- bzw. Unterschätzungen des PR-Intervalls im Vergleich zum digitalen EKG etwa gleich verteilt. Klinisch relevante Abweichungen finden sich – wenn auch selten – in der „Infarktstichprobe“.
Über den gesamten Bereich des QRS-Intervalls wird die QRS-Dauer vom Arzt systematisch kürzer gemessen als bei digitaler Auswertung. Diese um 10-40 msec geringer gemessenen QRS-Dauer gilt sowohl für die „Zufalls“-als auch „Infarktstichprobe“.
Die Dauer des QT-Intervalls wird vom Arzt sowohl für den nicht frequenzkorrigierten Wert (QT-Intervall) als auch für den frequenzkorrigierten Wert (QTc) geringer gemessen bzw. berechnet als bei digitaler Analyse.
Beim Vergleich der ärztlichen und digitalen Analyse des EKG’s nach morphologischen Kriterien („Normal“, „Ischämie“ oder „Borderline Infarkt“, gesicherte „Ischämie“, gesicherter „Infarkt“ als Klassifikationskriterien) fand sich eine komplette Übereinstimmung in der „Zufallsstichprobe“ bei 68%. Bemerkenswert wurden 29 von 126 EKG’s, die nach digitaler Befundung „Normal“ waren, vom Arzt als abnormal (am häufigsten „Ischämie“) beurteilt.
In der entsprechenden Analyse des EKG’s (gleiche Klassifikationskriterien) in der Infarktstichprobe wurden etwa 30% der vom Computer als „nicht-Normal“ befundete EKG’s vom Arzt als „Normal“ befundet.
Computer haben viele Problemlösungen in der EKG Messung und Befundung übernommen. In der Frage der Genauigkeit und Nützlichkeit von computerisierten Ruhe-EKG-Befundung, muss sowohl die Interobserver-Variabilität in der visuellen Auswertung, wie auch die Unterschiede der ärztlichen Auswertung im Vergleich zur digitalen Auswertung mit einbezogen werden. So können computerausgewertete EKG’s gelegentlich richtige Diagnosen stellen, welche von Ärzten übersehen werden, eine computerausgewertete EKG-Befundung kann den Untersucher zum Teil auch in seiner Beurteilungsfähigkeit beeinflussen.
Es ist davon auszugehen, dass EKG-Computer Programme ebenso gut sind wie visuelle EKG-Messungen und Auswertungen, und sie somit in epidemiologischen Studien eingesetzt werden können

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