FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33074
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3307/


Qualitätssicherung durch (faire) Einrichtungsvergleiche? : Zum Umgang mit dem Problem fehlender Werte im Kontext der einrichtungsvergleichenden Qualitätssicherung

Comparing outcomes across providers : The issue of missing data in the context of comparative quality assurance

Rabung, Sven

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (986 KB) 


SWD-Schlagwörter: Qualitätssicherung , Fehlende Daten , Drop-out , Imputationstechnik , Simulation , Psychotherapie , Rehabilitation
Freie Schlagwörter (Englisch): quality assurance , missing data , drop out , imputation , simulation , psychotherapy, rehabilitation
Basisklassifikation: 77.82 , 77.70 , 77.03
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Koch, Uwe (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.04.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 21.05.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Einrichtungsvergleiche stellen ein zentrales Instrument der Qualitätssicherung dar. Der direkte Vergleich verschiedener Einrichtungen soll dabei als Grundlage für die Beurteilung einzelner Kliniken dienen. Während die Notwendigkeit einer Risikoadjustierung in der einschlägigen Literatur – zu Recht – als unerlässlich für die Durchführung fairer Einrichtungsvergleiche proklamiert wird, rückt eine andere – nur scheinbar triviale – Problematik in den Hintergrund. In empirischen Untersuchungen ergeben sich nämlich immer mehr oder weniger hohe Quoten fehlender Daten, die die Repräsentativität ermittelter Befunde erheblich einschränken können. Einrichtungsvergleiche können jedoch nur dann zu validen Aussagen führen, wenn die Daten, auf denen sie basieren, die Versorgungsrealität innerhalb der verglichenen Einrichtungen zuverlässig abbilden.
Der Anspruch der vorliegenden Dissertation war es daher, verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit fehlenden Informationen im Rahmen einer Simulationsstudie systematisch hinsichtlich ihrer Voraussetzungen respektive ihrer Konsequenzen auf die Bewertung verglichener Einrichtungen zu überprüfen. Untersucht wurde hierzu eine konsekutive Stichprobe von insgesamt N=2.386 Patienten, die in 11 Rehabilitations-Fachkliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie stationär behandelt wurden. Informationen zur Ergebnisqualität wurden zu Beginn und Ende der Rehabilitationsmaßnahme über standardisierte Selbst- und Fremdbeurteilungsinstrumente erfasst.
Im Rahmen einer Simulationsstudie wurden nach verschiedenen Kriterien Datenausfälle erzeugt. Variiert wurden dabei die Fehlwertmechanismen (MCAR vs. MAR) sowie die Quoten fehlender Werte (10-50 Prozent). Die simuliert fehlenden Daten wurden daraufhin in verschiedenen methodischen Varianten ersetzt. Hierbei wurden die drei Ersetzungsmethoden „Regressionsschätzung“ (RA), „EM-Imputation“ (EM) und „Multiple Imputation“ (MI) überprüft. Weitere Variationen bezogen sich beispielsweise auf die Anzahl und Qualität berücksichtigter Kovariaten. Insgesamt wurden 6.600 verschiedene Ersetzungsvarianten realisiert.
Die Güte der Fehlwertersetzung schwankt im Einzelfall je nach eingesetzten Imputationsverfahren und überprüften Rahmenbedingungen erheblich. Die Ersetzung fehlender Skalenwerte mittels Multipler Imputation resultiert bei Einbezug aller verfügbaren Kovariaten unabhängig von den vorliegenden Fehlwertquoten und Fehlwertmechanismen durchwegs in akzeptablen Ersetzungsresultaten.
Die adäquate Ersetzung fehlender Daten erweist sich unter bestimmten Voraussetzungen als möglich und sollte daher die Methode der Wahl darstellen, wenn es darum geht, verzerrende Auswirkungen von fehlenden Werten in Einrichtungsvergleichen zu vermeiden.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende