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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33141
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3314/


Das psychische Befinden von iranischen Migranten in Deutschland : Zur Bedeutung des Attributions- und Bewältigungsstils bei der Auseinandersetzung mit akkulturativem Stress

The psychic health of iranian Refugees in Germany : To the meaning of Attributions and Coping Style in the Confrontation with acculturation Stress

Rahrakhshan, Mohammad

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Migration , Psychotherapie , Iraner , Attributionen , Bewältigung
Freie Schlagwörter (Englisch): Emigration , Psychotherapy , Iranian , Attribution , Coping
Basisklassifikation: 77.70
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schwab, Reinhold (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.03.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 29.05.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine retrospektive Studie, in der insgesamt 102 iranische Migrantinnen und Migranten der Stadt Hamburg nach ihrem Umgang mit akkulturativem Stress befragt werden. In Anlehnung an kognitive Theorien der Klinischen Psychologie und auf der Basis eines stresspsychologisch orientierten Ansatzes innerhalb der Migrationsforschung wurde untersucht, welche psychosozialen Konflikte das Leben der Befragten in der Migration beeinträchtigen, welche Interaktionen zwischen Migrantinnen und Migranten und ihrer neuen Umwelt bestehen, und welche Rolle dabei die Attributions- und Bewältigungsstile der Befragten beim Zustandekommen bzw. bei der Aufrechterhaltung psychischer Störungen spielen.
Anhand eines aus standardisierten Tests und selbst konstruierten Skalen/Items zusammengesetzten und in die persische Sprache übersetzten Messinstrumentariums wurden Daten von einer unausgelesenen Erwachsenenstichprobe (n = 92) und von Patienten (n = 10) einer psychotherapeutischen Praxis erhoben. Über die Patienten¬stichprobe wurde zusätzlich eine Dokumentation geführt.
Das markanteste Ergebnis zeigte sich in einer sehr hohen psychischen Symptombelastung in beiden Stichproben gemäß SCL-90-R. Aus der Gesamtpersonengruppe wurden durch Medianhalbierung nach SCL-90-GSI die zwei Gruppen „Schwächer Belastete“ und „Stärker Belastete“ gebildet. Dabei ergaben sich signifikante Unterschiede hinsichtlich soziodemografischer Merkmale und einer Reihe weiterer Variablen.
Die „Stärker Belasteten“ unterscheiden sich ferner von den „Schwächer Belasteten“ signifikant hinsichtlich ihres Attributions- und Bewältigungsstils. Die „Schwächer Belasteten“ zeigten im Vergleich eine signifikant höhere Selbstwirksamkeitserwartung und machten weniger von negativen Bewältigungsstrategien gebrauch. Die „Stärker Belasteten“ waren im Vergleich zu den „Schwächer Belasteten“ signifikant einsamer, hatten einen niedrigeren Akkulturationsgrad und litten stärker unter psychosozialen Konflikten.
Die „Migrationsmotive“ wiesen keinen Zusammenhang mit psychischer Symptombelastung auf, wohl aber die „Migrationsdauer“: In den ersten Jahren der Migration sind psychische Belastungen erheblich hoch. Die Befragten mit einer längeren Migrationsdauer (ab 10 Jahren) zeigten eine geringere psychische Symptombelastung und waren auch weniger einsam.

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