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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33418
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3341/


Interkulturelle Pragmatik : Aufforderungen, Entschuldigungen und Beschwerden ; Eine Untersuchung zur interkulturellen Sprechhandlungskompetenz deutscher Austauschschüler in den USA

Meyer, Katrin

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Kulturkontakt , Pragmatik , Sprechakt , Höflichkeit , Schüleraustausch
Freie Schlagwörter (Deutsch): Interkulturelle Kommunikation , Linguistische Pragmatik , Pragmatische Kompetenz , Fachdidaktik Englisch , Kulturaustausch
Basisklassifikation: 17.41 , 17.20 , 17.61 , 17.14
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Englisch
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: House, Juliane (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.06.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 18.06.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Erfolgreiche interkulturelle Kommunikation verlangt mehr als die Fähigkeit, seitens mindestens einer der Gesprächsteilnehmer, die Sprache des anderen grammatisch korrekt zu sprechen. Es gilt vor allem, den sozialen und kulturellen Kontext, in den eine Sprache eingebettet ist, zu berücksichtigen. Menschen verschiedener Kulturen bevorzugen unterschiedliche kommunikative Strategien, die wiederum unterschiedliche kulturelle Normen und Höflichkeitsprinzipien widerspiegeln und somit in der interkulturellen Kommunikation eine Quelle potentieller Missverständnisse und Konflikte bilden.

In dieser Arbeit werden gesichtsbedrohende und konfliktträchtige Sprechhandlungen in ihrer Realisierung durch deutsche und amerikanische Muttersprachler sowie durch deutsche Lerner des amerikanischen Englisch untersucht. Dabei handelt es sich um eine der bisher wenigen Langzeitstudien, in der sich die Lernenden im Untersuchungszeitraum (von einem Jahr) im Land der Zielsprache befanden und die Daten mehrfach (zu unterschiedlichen Erhebungszeitpunkten) vor Ort erhoben wurden.

Es galt festzustellen, ob bzw. wie sich die pragmatische Kompetenz der Lerner während eines Schüleraustauschprogramms in den USA entwickelt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die deutschen Austauschschüler bezüglich ihrer pragmatischen Kompetenz zu Beginn des Aufenthalts in den USA in diversen Bereichen grundlegende Defizite aufweisen. Während pragmalinguistischer Transfer jedoch mit zunehmender Aufenthaltsdauer überwiegend abnimmt, was eine Angleichung an die amerikanische Bezugsnorm bedeutet, bleibt soziopragmatischer Transfer überwiegend bestehen oder nimmt zum Teil sogar zu – was bedeutet, dass das Sprechverhalten der Lerner bezüglich dieser soziopragmatischen Aspekte von der Prägung durch die eigene Kultur bestimmt bleibt.

Anhand der Ergebnisse werden Konsequenzen für den Fremdsprachenunterricht, für die Lehreraus- und weiterbildung sowie für Kulturaustauschprogramme und weitere Studien aufgezeigt. Es werden Anregungen gegeben, wie sowohl der methodologische als auch der empirische Teil dieser Arbeit weiter verwertet und praktisch umgesetzt werden können.

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