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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33602
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3360/


Primäre HIV-1-Infektion : Virologische und immunologische Korrelate einer endogenen Kontrolle der Virusreplikation

Boesecke, Christoph

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Primäre HIV-Infektion , Kontrolle der Virusreplikation , HIV , PHI , STI
Basisklassifikation: 44.45 , 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Lunzen, Jan van (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.06.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 09.07.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der Einführung der hochaktiven antiretroviralen Therapie konnten Mortalität und Morbidität der HIV-Infektion drastisch verringert werden. Die anfängliche Hoffnung, das Virus durch HAART binnen weniger Jahre vollständig aus dem Organismus des Infizierten eradizieren zu können, ließ sich bis heute noch nicht erfüllen. Auch für die nahe Zukunft scheint dieses Ziel nicht erreichbar. Gleichwohl werden die bestehenden Therapieformen weiterentwickelt, und neue Therapieansätze z.B. in Richtung Immunmodulation verfolgt.

Im Rahmen dieser Dissertation sollten immunologische und genetische Parameter charakterisiert werden, die mit der Entwicklung einer HIV-spezifischen Immunantwort nach primärer HIV-Infektion assoziiert sind.
Dabei wurden retrospektiv die Auswirkungen der HIV-Therapie und der ebenfalls durchgeführten kontrollierten Pausen auf das Immunsystem im Blut analysiert; hierbei insbesondere die Effekte auf HIV-spezifische CTL-Antworten.

Generell konnten alle 15 Patienten von dem frühen Therapiebeginn in der akuten Phase der Infektion profitieren: Es kam rasch zu einer Abnahme der Plasmavirämie, die mit der Verringerung der Immunaktivierung einherging. Allerdings führten die eingesetzten Therapieunterbrechungen bei der Mehrzahl der Patienten zu einem Wiederanstieg der Viruslast im Blut, die Aktivierung des Immunsystems nahm ebenfalls erneut zu. Lediglich 3 Patienten gelang eine längerfristige Kontrolle ihrer Plasmavirämie und Immunaktivierung ohne ART.
In den Analysen der HIV-spezifischen CTL-Antworten zeigte sich, dass diese Patienten im Durchschnitt über breitere und stärkere CTL-Antworten gegen einzelne Virusbestandteile verfügten und diese auch über längere Zeit aufrechterhalten konnten.
Desweiteren ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass es offensichtlich von Bedeutung ist, zu welchem Zeitpunkt in der Serokonversionsphase mit einer HAART begonnen wird.
Auch eine genetische Prädisposition spielt in diesem Kontext eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Insgesamt ließ sich zeigen, dass die anfängliche Breite und Stärke der CTL-Antwort gegen HIV ausschlaggebend für eine spätere endogene Kontrolle der Virusreplikation ist. Die Evolution dieser Antwort findet während der Serokonversion in einem sehr engen Zeitfenster statt, wodurch einer frühzeitig begonnenen antiretroviralen Therapie eine besondere Bedeutung zukommt.
In diesem Zusammenhang bleibt der Stellenwert von strukturierten Therapieunterbrechungen für die Generierung einer HIV-spezifischen Immunantwort unbewiesen.

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