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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33657
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3365/


Modulation der anxiogenen Wirkung von CCK-4 (Cholezystokinin-Tetrapeptid) durch Progesteron

Modulation of anxiogenic effects of CCK-4 (cholecystokinin-tetrapeptide) by progesterone

Goedeken, Birgit

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SWD-Schlagwörter: Cholecystokinin , Progesteron , Paniksyndrom , Generalisierte Angststörung , Panikreaktion , Hypophysen-Zwischenhirn-System
Freie Schlagwörter (Deutsch): Hypothalamisch-hypophysär-adrenale Achse , Panikattacke , CCK-4 , Megestrol
Basisklassifikation: 44.89 , 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wiedemann, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.06.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 11.07.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Panikstörungen sind durch plötzlich auftretende Panikattacken, die durch verschiedene körperliche Symptome begleitet werden, gekennzeichnet. Frauen leiden deutlich häufiger an Panikstörungen als Männer. Da die Gruppe der Panikstörungen ohne sachgerechte Behandlung eine hohe Tendenz zur Chronifikation zeigt und weitere Folgeerkrankungen wie Depressionen, Alkohol- oder Tranquilizerabusus nach sich ziehen, haben die Angsterkrankungen auch in sozioökonomischer Hinsicht eine gesellschaftliche Bedeutung. Bisherige pharmakologische Behandlungsmethoden erweisen sich in zahlreichen Fällen als nicht ausreichend wirksam oder werden von den Betroffenen nicht toleriert. Verschiedene Methoden sind eingesetzt worden, um Panikattacken experimentell zu induzieren. Experimentelle Induktion von Panikattacken dient dem Verständnis der Pathophysiologie, aber auch zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken. CCK-4 (Cholezystokinintetrapeptid) ist die am besten validierte Methode, um Panikattacken sowohl in Normalpersonen als auch bei Patienten die an einer Panikstörung leiden, pharmakologisch zu induzieren.
Klinische Beobachtungen zeigen, dass Frauen, die unter Angststörungen leiden eine bessere Symptomkontrolle erleben, wenn der Progesteronspiegel im Zyklus und während der Schwangerschaft erhöht ist. Gleichzeitig führt der abrupte Abfall des Progesteronspiegels, wie z.B. in der prämenstruellen Periode und post-partum Periode häufig zu einer Verschlimmerung der Panikstörung. Aufgrund dieser Befunde wird angenommen, dass progestionale Hormone anxiolytische Eigenschaften besitzen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Modulation von CCK-4 induzierten Panikattacken durch Vorbehandlung mit einem Progesteron zu untersuchen. In dieser Arbeit vergleichen wir die Effekte der Vorbehandlung mit dem progestionalen Hormon Megestrol versus Placebo auf CCK-4 induzierte Panikstörungen und die Freisetzung von Stresshormonen bei gesunden männlichen Probanden.
In einer doppelblinden balancierten Studie wurden zehn internistisch und psychiatrisch gesunde Probanden mit Placebo oder Megestrol 160 mg um 23.00h und 8.00h ( 320 mg ) vor Beginn des Experimentes vorbehandelt. Nach einer Stunde Ruhepause wurden zwischen 10.00h und 13.00h 12 Blutproben abgenommen und die ACTH- und Cortisolspiegel analysiert. Um 11.00h wurde den Probanden 50 µg CCK4 intravenös injiziert. Klinische Kontrollen unter Einschluss der Acute Panic Inventory (API), der internationalen diagnostischen Checkliste (IDCL) sowie der visuellen Analogskala (VAS) für Angst und Anspannung wurden um 10.45h und um 11.10h durchgeführt.
CCK-4 führte zu einer signifikanten Steigerung von Angst und Anspannung. Die Vorbehandlung mit Megestrol zeigt keine signifikanten Effekte auf die klinischen Kontrolluntersuchungen. Sowohl die Basisspiegel von ACTH und Cortisol, sowie die nach Gabe von CCK-4 gemessenen ACTH- und Cortisolspiegel waren nach der Vorbehandlung mit Megestrol signifikant reduziert. In einer Gruppe von gesunden männlichen Probanden hatte die Vorbehandlung mit Megestrol einen deutlichen Effekt auf die hypothalamisch - hypophysär-adrenale Achse, während der klinische Effekt auf die Panikattacken schwach war.

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