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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-33843
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3384/


Beziehung zwischen Malariaparasitämien und Krankheitsepisoden bei Kindern in einem Malariaendemiegebiet in Ghana

Lenzen, Julia

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SWD-Schlagwörter: Malaria tropica
Freie Schlagwörter (Deutsch): Parasitämie , leichte Malaria , Varianz , Kinder
Basisklassifikation: 44.75
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Horstmann, Rolf (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.06.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 01.08.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts erkranken weltweit jährlich 400-500 Millionen Menschen an der Infektionskrankheit Malaria, und für cirka 2 Millionen, vor allem Kinder, endet die Infektion tödlich. Plasmodium falciparum ist hauptverantwortlich für die schweren Verlaufsformen der Malaria, macht aber auch den größten Teil der leichten klinischen Malaria aus. Im Rahmen einer in Ghana durchgeführten Studie, die zum Ziel hatte, bisher unbekannte Empfänglichkeits- und Resistenzgene des Menschen für Plasmodieninfektion und leichte klinische Malaria zu beschreiben, ergab sich die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen klinischen Malariaepisoden und Malariaparasitämien zu untersuchen. Durch Voruntersuchungen wurden Familien ausgewählt, in denen keines der Elternteile genetische Varianten aufwies, von denen ein protektiver Effekt auf Malaria bekannt ist. 465 Kinder aus 128 Familien, die zwischen sechs Monate und elf Jahre alt waren, wurden in wöchentlichen Abständen über acht Monate hinweg hinsichtlich Parasitämie und Malariaepisoden untersucht.
Während einer Malariaepisode wurden signifikant höhere Parasitendichten gefunden als zu asymptomatischen Zeitpunkten. Parasitämie, Parasitendichte und Malariaepisoden ließen eine deutliche Altersabhängigkeit erkennen. Während Kinder bis drei Jahre den größten Anteil an Malaria und auch die höchsten Parasitendichten aufwiesen, hatten vier bis achtjährige Kinder trotz nahezu gleich hoher Parasitendichten weniger Malariaepisoden. Neun bis elfjährige Kinder hatten seltener und weniger Parasiten als jüngere Kinder und erkrankten kaum noch an Malaria. Erst ab dem neunten Lebensjahr blieben innerhalb einer Altersgruppe mehr Kinder gesund, als an Malaria erkrankten. Die Dauer der Parasitämie vor Auftreten klinischer Symptome war bei Säuglingen und kleinen Kindern am kürzesten, nahm mit steigendem Alter zu und betrug bei neun bis elfjährigen Kindern im Median drei Wochen. Keiner der üblichen malariologischen Parameter wie Parasitämie, asymptomatische Parasitämie oder Parasitendichte war in allen Altersgruppen signifikant mit Auftreten und Häufigkeit von Malariaepisoden assoziiert. Jedoch war die Varianz der Parasitendichte, die in dieser Arbeit eingeführt wurde, um das wöchentliche Schwanken der Parasitendichte zu erfassen, in allen Altersgruppen bei den Kindern, die erkrankten, höher als bei Kindern, die nicht erkrankten. Zudem korrelierte die Varianz auch in allen Altersgruppen mit der Anzahl der Malariaepisoden. Neben der bekannten Abhängigkeit der leichten Malaria vom Lebensalter bestand also auch eine Abhängigkeit vom Schwanken der Parasitendichte.

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