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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-34876
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3487/


Kontrastmittelgestützte MR Urographie und CT Urographie : Experimentelle intraindividuelle Vergleichsstudien zur optimierten Darstellung des oberen Harntraktes

Contrast enhanced MR Urography and CT Urography : Experimental intraindividual comparative studies for the optimal depiction of the upper urinary tract

Regier, Marc-Ulrich

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SWD-Schlagwörter: NMR-Tomographie , Spiral-CT , Urographie
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Nolte-Ernsting, Claus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.10.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 20.11.2007
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden tierexperimentellen Studie wurde der Einfluss der Feldstärke auf die Bildqualität in der MR-Urographie, der direkte Vergleich der Bildqualität der MRU und MDCTU und die Strahlendosisreduktion in der MDCTU unter Berücksichtigung der Bildqualität durch wiederholte Messungen an gesunden Hausschweinen untersucht.
Unter Verwendung optimierter Untersuchungsprotokolle konnten sowohl mit der Ausscheidungs-MRU bei 3 Tesla als auch der 16-Zeilen MDCTU hochauflösende urographische Schnittbilduntersuchungen und multiplanare 3D-Rekonstruktionen der kontrastierten, oberen Harnwege erstellt werden. Verglichen mit der MRU bei 1,5 Tesla ermöglichte das höhere Magnetfeld neuer Scannersysteme bei 3 Tesla eine signifikante Steigerung von Bildqualität und SNR. Der Signalgewinn durch die Erhöhung des Magnetfeldes von 1,5 auf 3 Tesla ermöglichte die Steigerung der Ortsauflösung und eine optimale Ausnutzung der parallelen Bildgebung für die MRU. Die MDCTU am 16-Zeilen MDCT-Scanner lieferte bei 200 eff. mAs und 120 kV eine ausgezeichnete Bildqualität und war der MRU bei 1,5 und 3 Tesla in der Abgrenzbarkeit der Konturen des oberen Harnweges überlegen. Unter Verwendung eines Standardprotokolls war die MRU bei 3 Tesla der Niedrigdosis-MDCTU bei 70 bzw. 30 eff. mAs in der Visualisierung von NBKS und Ureteren überlegen. Ferner konnte gezeigt werden, dass mittels eines Niedrigdosisprotokolls von 70 eff. mAs bei 120 kV in der MDCTU eine Dosisreduktion um über 65 % ohne signifikante Einschränkung der Bildqualität möglich ist.
Die Durchführung der Messungen in Intubationsnarkose und Atemstillstand sicherte optimale Untersuchungsbedingungen. Durch den intraindividuellen Vergleich der Bildreihen konnten die Aussagefähigkeit und die Zuverlässigkeit sowohl der Bildgebung als auch der Auswertung der Daten gezeigt werden. Die sehr hohe Übereinstimmung der Auswerter in der Evaluation der Bilddaten unterstreicht die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.
Zukünftig könnte die MRU bei 3 Tesla einen hohen Stellenwert in der Detektion intrinsischer Tumoren des oberen Harntrakts erlangen und als Untersuchungsverfahren der Wahl bei jungen Menschen eingesetzt werden oder, bei wiederholter Anwendung, zur Reduktion der Strahlenexposition durch eine alternative CTU beitragen. Durch die hohe Bildqualität und die Möglichkeit der multiplanaren Rekonstruktionen haben sowohl MRU als auch MDCTU das Potenzial die Zahl notwendiger invasiver Untersuchungsverfahren wie die retrograde Pyelographie oder die Ureterorenoskopie zu reduzieren.
Auch die Etablierung eines Niedrigdosisprotokolls für die MDCTU, mit einer zur IVP vergleichbaren Strahlendosis, könnte bedeuten, dass die MDCTU eine hohe Akzeptanz erreichen und die IVP in der modernen uroradiologischen Diagnostik ersetzen wird.

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