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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35341
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3534/


Vergleichende Evaluation der tagesklinischen und stationären Entwöhnungsbehandlung Alkoholabhängiger am SuchtTherapieZentrum Hamburg

Krohn, Lucia

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Alkoholismus , Entwöhnung , Evaluation , Tagesklinik , Rehabilitation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Alkoholabhängigkeit , Entwöhnungsbehandlung , Ergebnisqualität , teilstationär , tagesklinisch , stationär
Freie Schlagwörter (Englisch): alcohol addiction , withdrawal , outcome , day hospital , inpatient , rehabilitation
Basisklassifikation: 77.82
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Koch-Gromus, Uwe (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.11.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 14.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Evaluationsstudie untersucht tagesklinisch und stationär behandelte alkoholabhängige Rehabilitanden des SuchtTherapieZentrums Hamburg (STZ). Es handelt sich um eine naturalistisch angelegte Fragebogenstudie, die aus zwei Teilstudien besteht: Einem prospektiven Erhebungsteil mit den Messzeitpunkten Reha-Beginn (T1), Reha-Ende (T2) und Sechs-Monats-Katamnese (T3) sowie einem retrospektiven Studienteil, für den zu einem einheitlichen Zeitpunkt (Tr) Fragebögen an ehemalige Rehabilitanden (Entlassjahrgang 2001 bis Aufnahmezeitpunkt 10/2004) versandt worden sind.

Ziel dieser Erhebungen ist, Aussagen über relevante Outcomeparameter zu treffen und kurz- und mittelfristige Effekte der Behandlung nachzuweisen. Neben der Abstinenzrate als zentralem Erfolgskriterium liegt ein Schwerpunkt auf der Erhebung sozialmedizinischer Daten. Es werden Veränderungen durch die Reha v.a. in den Bereichen Arbeitssituation, soziale Integration und psychische sowie somatische Befindlichkeit erfasst.

Die Rücklaufrate der prospektiven Studie beträgt insgesamt für T1 98,7% (N = 392), für T2 84,7% (N = 316) und für T3 69,5% (N = 223) der zu T1 erreichbaren Patienten. Der Katamnesezeitraum umfasst im Mittel 6,7 Monate (SD = 0,72). Im Rahmen der prospektiven Studie wird eine Abstinenzrate der Responder zu T3 im Katamnesezeitraum von 61,3% in der Tagesklinik und 38,4% in der Fachklinik festgestellt. In der retrospektiven Erhebung wird eine Responserate von 50,8% (N = 226) der erreichbaren Patienten erzielt. Der Katamnesezeitraum beträgt im Mittel 31,5 Monate (SD = 13,6). Von den Respondern der retrospektiv befragten Rehabilitanden sind über den gesamten Katamnesezeitraum 51,1% der Tages- und 42,7% der Fachklinikpatienten vollständig abstinent.

In der prospektiven Studie zeigen die zu Beginn der Reha erhobenen Daten neben Merkmalen einer geringeren sozialen und beruflichen Integration eine stärker ausgeprägte Alkoholabhängigkeit der Fachklinikpatienten sowie deutlichere inter- und intrapsychische Belastungen und Defizite. Es handelt sich bei den beiden untersuchten Gruppen um Stichproben unterschiedlich belasteter Grundgesamtheiten. Dies entspricht den indikativen Vorgaben der zuweisenden Einrichtungen. Neben den heterogenen patientenspezifischen Ausgangsmerkmalen bestehen auch behandlungsspezifische Unterschiede.
In beiden Gruppen werden positive Veränderungen in relevanten Bereichen durch die Reha erzielt. Dies betrifft u.a. die Verringerung der psychischen Symptombelastungen, die Reduktion des Alkoholkonsums hinsichtlich Menge und Häufigkeit und die Verringerung der Krankheitszeiten. Allerdings differieren die Ergebnisse zwischen den Gruppen. Zum Katamnesezeitpunkt weisen die Fachklinikpatienten in der überwiegenden Anzahl von Merkmalen negativere Werte auf, z.B. bezüglich der beruflichen Wiedereingliederungsquote und der Abstinenzrate nach DGSS 3.
Im retrospektiven Studienteil sind die Stichproben homogener. Beide Gruppen erreichen im Katamnesezeitraum Verringerungen des Alkoholkonsums, der Suchtbelastungen und körperlicher und psychischer Symptome. Es bestehen nur geringfügige Gruppenunterschiede zum Katamnesezeitpunkt.

Mögliche Gründe für die zwischen den Studien differierenden Ergebnisse werden ausführlich diskutiert.

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