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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35396
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3539/


Blockaden und chemische Ablationen des thorakalen und lumbalen Grenzstranges bei sympathisch unterhaltenen Schmerzen : Eine retrospektive Analyse zu klinischen Ergebnissen

Clausen, Maaike

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Freie Schlagwörter (Deutsch): sympathischer Grenzstrang , Grenzstrangkatheteranlage , chonischer Schmerz , lumbal , thorakal
Basisklassifikation: 44.66
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beck, Helge (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.01.2008
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 16.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In nur wenigen Arbeiten in der wissenschaftlichen Literatur wird auf die Effektivität und die
Nebenwirkungen der thorakalen und lumbalen sympathischen Grenzstrangblockade
eingegangen. Im Rahmen einer retrospektiven Analyse der, in der Schmerzklinik des
Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf durchgeführten, einzeitigen und kontinuierlichen
sympathischen Grenzstrangblockaden und Neurodestruktionen wurden nun die
Effektivität und insbesondere auch die Inzidenz von relevanten Nebenwirkungen untersucht.
Insgesamt wurden in dem Zeitraum von Januar 1999–April 2003 142 Interventionen im
Bereich des thorakalen sympathischen Grenzstrangs und 265 invasive Maßnahmen am
lumbalen sympathischen Grenzstrang durchgeführt.
Hierbei konnte eine signifikante Reduktion der Schmerzen erreicht werden. Die
Schmerzintensität wurde mittels der Numerischen Rating Skala von 0-10 gemessen
(0= kein Schmerz; 10= maximal vorstellbarer Schmerz). Thorakal erfolgte eine Reduktion
der NRS-Werte von 6,25 ± 1,9 (Aufnahmetag) auf 4,25 ± 1,9 (13. Tag nach Intervention),
lumbal erfolgte eine Reduktion der NRS-Werte von 6,09 ± 2,41(Aufnahmetag) auf 3,67 ±
1,88 (15.Tag nach Intervention). Die Werte wurden mit dem Wilcoxon-Test sowie dem
T-Test für gepaarte Stichproben auf signifikante Unterschiede hin untersucht (p < 0,05).
Während der insgesamt durchgeführten 407 einzeitigen Grenzstrangblockaden,
Katheteranlagen bzw. chemischen Neurodestruktionen kam es zu folgenden
Nebenwirkungen: Pneumothoraces (n= 6); Gefäßpunktionen/Hämatome (n= 4); Spinalnervwurzelirritation
(n= 1); Hypo-/Hypertension, Hypoxie, Rhythmusstörung während der
Interventionen (n= 33). Die Pneumothoraces wurden während der Behandlung CTkontrolliert
erfolgreich drainiert. Die Hypotensionen, Hypertensionen, Hypoxien und
Rhythmusstörung konnten alle direkt therapiert werden. In 2 der Fälle von Gefäßpunktion
wurde der Verdacht auf Hämatomausbildung gestellt mit Überwachung der Patienten auf
Intensivstation in der nachfolgenden Nacht, die Patienten konnten jedoch folgenlos am
nächsten Tag auf die periphere Station entlassen werden.
Abschließend kann festgestellt werden, dass die CT-kontrollierte einzeitige Grenzstrangblockade,
Katheteranlage oder chemische Neurodestruktion im Bereich des thorakalen
sympathischen Grenzstrangs sowie die Grenzstrangblockade und Katheteranlage unter
Röntgendurchleuchtung und die CT-kontrollierte chemische Neurodestruktion im Bereich
des lumbalen sympathischen Grenzstranges jeweils ein Verfahren darstellen, das als
anästhesiologisch-schmerztherapeutisches Verfahren sicher durchgeführt werden kann und bei chronischen Schmerzpatienten zu einer signifikanten Reduktion der Schmerzen führt.

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