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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35493
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3549/


Performance-Based Budgeting in den U.S.A : Seine Anwendung in einzelnen Staaten der U.S.A. und Übertragbarkeit auf Deutschland

Performance-Based Budgeting in the U.S.

Scheer, Ute

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SWD-Schlagwörter: Budgetierung , Output-orientierte Budgetierung , Verwaltungsreform , Haushaltsreform
Freie Schlagwörter (Deutsch): Programmhaushalte , leistungsorientierte Budgetierung
Freie Schlagwörter (Englisch): Performance-Based Budgeting , Budgeting for results
Basisklassifikation: 85.10 , 85.25 , 88.99
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Damkowski, Wulf (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.11.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 28.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Performance-Based Budgeting, im Folgenden kurz PBB genannt, ist eine leistungsorientierte Budgetreform, die in der Verwaltung angewendet wird. Die Reform beinhaltet eine leistungsorientierte Haushaltsaufstellung. Diese soll auf der Basis einer strategischen und operativen Planung erfolgen. Der weitere Budgetprozess beinhaltet die Sammlung und Auswertung von Datenmaterial im Hinblick darauf, ob durch das Verwaltungshandeln angestrebte Ziele erreicht wurden.
PBB wird bereits in fast allen Staaten der U.S.A. angewandt, jedoch, wie die Untersuchung von drei sogenannten Vorreiterstaaten (Florida, Texas und Virginia) gezeigt hat, in unterschiedlichen Ausprägungen. In Florida werden Leistungsinformationen nachträglich an den intrinsischen Haushalt angefügt, in Texas und Virginia liegt ein einheitlicher ergebnisorientierter Haushalts vor, der gleichwohl unterschiedliche Strukturen aufweist. Die Verfasserin kommt zu dem Schluss, dass der Haushalt von Texas den höchsten Reifegrad aufweist, da bei diesem Strategien bzw. Maßnahmen zur Zielerreichung mit Budget verbunden wurden. Weiterhin verfügt Texas über hochwertige, strukturierte Methoden, um das Datenmaterial auf Reliabilität und Validität zu überprüfen.
Durch die Einführung von PBB entstehen auf der einen Seite neue bürokratische Prozesse sowie hohe Investitionskosten, z. B. in eine neue bzw. an PBB angepasste EDV. Demgegenüber stehen Einsparungen durch die Beseitigung ineffizienter Prozesse und eine effektivere Ressourcenverwendung. Ob vom finanziellen Aspekt die Bilanz positiv oder negativ ausfällt, vermag die Verfasserin nicht zu beurteilen, zumal die Reform mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen angewandt wurde. Jedoch werden eine einheitliche Darstellung und Überprüfung der angestrebten Ziele, Ergebnisse, Leistungsstandards und Maßnahmen zur Zielerreichung, wie sie in Texas im Budgetprozess erfolgen, von der Verfasserin positiv beurteilt. Hierdurch wird Verwaltungshandeln transparent, es wird letztendlich sichtbar, ob auch angestrebte politische Ziele realisiert werden konnten. Dieses alles führt zu einer rationaleren und somit auch gerechteren Zuteilung von immer knapperen Haushaltsmitteln.
Um die Situation in Deutschland zu beurteilen, wurden zwei Modellprojekte, das „Neue Kommunale Finanzmanagement“ in NRW und das Modellprojekt „Zur Neuen Verwaltungssteuerung“ für das Land Hessen betrachtet. Die vorliegenden produktorientierten Haushalte von Kommunen in Nordrhein-Westfalen und der hessischen Landesverwaltung wurden analysiert. Diese Untersuchungen führten zu den Schlussfolgerungen, dass in Deutschland der Fokus bei der Reformierung des Haushaltswesens noch auf der Einführung eines adäquaten Rechnungswesens liegt. Eine outputorientierte Leistungssteuerung wird zwar ebenfalls angestrebt, zzt. können jedoch lediglich Ansätze einer systematischen Leistungsrechnung festgestellt werden.

Kurzfassung auf Englisch: Performance-Based Budgeting is a government reform. It has the aim to establish strategic planning and performance measurement in the government. Performance-Based plans shall include a comprehensive mission statement covering the major functions and operations of the agency; general goals and objectives, including outcome-related goals and objectives , for the major functions and operations of the agency; a description of how the goals and objectives are to be achieved, and performance indicators to be used in measuring or asssessing the relevant outputs, service levels, and outcomes of each program activity.

Performance-Based Budgeting has been applied in nearly all states of the United States. The author researched three states: Florida, Virginia and Texas. These three states had been chosen because they have a history of using performance-oriented budgeting methods. Furthermore they have been nationally recognized for their budget reforms.

Although the three states used Performance-Based Budgeting the results, e.g. performance plans, strategic plans were very different. Texas showed an excellent use of the reform which resulted in a performance-based budget for the government. Florida on the other hand wasn’t able to eliminate the line-item budget. Performance informations are just made for some programs.

The reform has advantages and disadvantages. It improves the public accountability by promoting a new focus on transparency, results, service quality, and customer satisfaction. Another advantage is an improved internal management because of key measures. Legislators can make better budget decisions based on objective performance information of the different programs. Disadvantages are the high cost of the reform. For example, high investitions in the accounting software were necessary in the analyzed states. Furthermore to initiate and implement the reform additionals bureaucracy is necessary.

The author also examined prominent budget reforms in germany. The so called “Kommunales Finanzmanagement” in Nordrhein-Westfalen and the “Neue Verwaltungssteuerung” of the county of Hessen. The author concluded that the main focus is the introduction of an accounting system the so called “Doppik” and not the introduction of performance-based accounting information. This may follow in a further phase of the reforms.

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