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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35697
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3569/


Experimentelle Untersuchung von FosB an Mammakarzinomzelllinien

Wolters, Anja

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Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Löning, Thomas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.01.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 06.02.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorgelegten Arbeit wurde die Expression der nukleären Transkriptionsfaktoren der AP-1-Familie (c-Fos, FosB, Fra-1, Fra-2, , c-Jun, JunB, JunD) an zwei Mammakarzinom-Zelllinien untersucht, von denen eine Zelllinie einen positiven Rezeptorstatus für ER und PR aufwies (MCF-7) und die andere einen negativen Rezeptorstatus (MDA-MB-231). Nach transienter Transfektion mit den jeweiligen Plasmiden der für die AP-1-Proteine kodierenden DNA wurde an den Zelllinien die Expression von Zellzyklusproteinen, Proteinen der Proteinasesystem MMP und uPAR sowie von den Hormonrezeptoren ER und PR untersucht. In einem weiteren Versuchsansatz wurde die mit FosB transfizierte und untransfizierte Zelllinie MDA-MB-231 jeweils mit dem Tumorpromotor TPA inkubiert und auf Expressionsänderungen möglicher Zielproteine des Zellzyklus untersucht. Um die Auswirkungen eines exprimierten Östrogen-Rezeptors auf die Pro-teinexpression von AP-1-Faktoren zu untersuchen, wurde die ER-negative Zelllinie MDA-MB-231 mit dem Expressionsvektor für ER transient transfiziert und anschliessend mit 17-beta-Östradiol inkubiert; die Proteinextrakte wurden dann im Westernblot auf die Expression der einzelnen AP-1-Proteine überprüft. Besonderer Augenmerk wurde bei der Arbeit auf die Expression von FosB gelegt, nachdem für FosB in einer vorausgegangenen Arbeit an Geweben von 53 Mammakarzinomen eine positive Korrelation zu einem hormonrezeptorpositiven, gut-differenzierten Phänotyp gezeigt werden konnte. Dieser Zusammenhang liess sich so im Zellkultursystem auf Proteinebene nicht nachweisen: die forcierte Überexpression von FosB bzw. ER in der hormonrezeptornegative Zelllinie MDA-MB-231 ergab im Westernblotnachweis keine Expressionsindukti-on von ER bzw. Mehrexpression von FosB. Die transiente Transfektion mit den FosB-Plasmiden H1, FosB2 und der Mutante H11 sowie mit c-Fos führte in den MDA-MB-231-Zellen zu keiner sicher reproduzierbaren Expressionsveränderung der übrigen AP-1-Faktoren sowie der untersuchten Zielproteine des Zellzyklus und der Proteinase-systeme. Insbesondere zeigte sich keine inverse Korrelation von FosB mit Fra-1, wie sie bei der Untersuchung an dem Mammakarzinomgewebe aufgefallen war. Die Stimulation mit dem Tumorpromotor TPA mündete für c-Fos, c-Jun, JunB und p21 in beiden Zelllinien, für Fra- 1 in den MCF-7-Zellen und für Rb, PAI-1 und uPAR in den MDA-MB-231-Zellen in einer verstärkten Proteinexpression. Unter TPA-Zugabe war die Expression von Cyclin E und deutlicher noch von Cyclin D in den MDA-MB-231-Zellen vermindert. Die Transfektion von ER mit nachfolgender Stimulation mit E2 an den MDA-MB-231-Zellen hatte bei den Fos-Proteinen und bei JunD keine Expressionsveränderung zur Folge, so dass diese wohl keiner unmittelbaren Regulation durch ER unterliegen. Die Expression von c-Jun und JunB hingegen war erhöht und konnte durch Zugabe von E2 noch verstärkt werden.

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