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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-35926
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3592/


Der kleine Lungenrundherd : eine diagnostische Herausforderung

Dürkes, Philipp

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SWD-Schlagwörter: Rundherd , Thoraxchirurgie , Radiologische Diagnostik , Lungenkrebs , Spiral-CT , Histologie , Rauchen , Asbest , Risikofaktor
Basisklassifikation: 44.64 , 44.65 , 44.84 , 44.35 , 44.46
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kastendieck, H. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.01.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 11.03.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Zusammenfassung

Dank der kontinuierlichen Verbesserung der radiologischen Diagnoseverfahren und
-techniken, besonders des CT’s, das heute Schichtdicken im Millimeterbereich zulässt, stellt der pulmonale Rundherd unklarer Dignität einen häufigen Befund dar, mit weitreichenden Konsequenzen für die nachfolgende Diagnostik und eventuelle Therapie.
Sollte jeder Rundherd, gegebenenfalls auch thoraxchirurgisch, abgeklärt werden, oder ist bei geringem Risikoprofil eine abwartende Haltung mit engmaschigen radiologischen Verlaufskontrollen empfehlenswert?
Zur Klärung dieser Frage haben wir die Fälle von 263 Patienten untersucht, die in den Jahren 2000-2002 wegen eines solitären Lungenrundherdes in der Thoraxchirurgischen Abteilung des AK Harburg operiert wurden. Zu den Risikofaktoren, an einem pulmonalen Carcinom zu erkranken, gehören im Wesentlichen: Alter des Patienten, Nikotinabusus, in Abhängigkeit von Dauer und Intensität, und Asbestbelastung. Die Geschlechtszugehörigkeit stellt keinen eigenen Risikofaktor dar.
Aus röntgenologischer Sicht werden die großen Rundherde mit unscharfer Randkontur und progredientem Wachstum als malignomverdächtig eingestuft.
Nach Auswertung unseres Patientengutes muß auch der Rundherd unter 21mm Durchmesser unabhängig vom Alter, ohne entsprechendes Risikoprofil und ohne radiologische Malignitätskriterien ggf. auch durch thoraxchirurgischen Eingriff histologisch geklärt werden, da im Falle eine Krebsleidens bei früher Diagnosestellung gute Heilungschancen bestehen.
In der Zukunft wird das PET eine immer größere Rolle spielen, da es vor allem bei der Diagnose maligner Rundherde der computertomographischen Diagnostik überlegen ist [Yi CA et al 2006]. Je nach Studie sind aber 20-24% der durch das PET als gutartig eingestuften Herde falsch negativ [Christensen JA et al 2006], [Bryant AS et al 2006], [O JH et al 2007].
Rundherde kleiner 1cm sind zu 95% gutartig [Diederich S et al 2006]. Gerade diese sind durch das PET schlecht beurteilbar, da die Auflösung moderner Geräte nur 5-6mm beträgt [Kernstine et al 2005].
Als Empfehlung für die Diagnostik des Rundherdes im Subcentimeterbereich ist eine Kombination beider bildgebenden Verfahren zu erwarten [Line BR et al], wobei jeder im PET malignomverdächtige Befund histologisch abgeklärt werden muß [Kernstine et al 2005]. Bei den vermeintlich gutartigen Veränderungen sind regelmäßige Verlaufskontrollen zu fordern [Diederich S et al 2006].


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