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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36427
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3642/


Zur psychometrischen Differenzierbarkeit von sozialen Ängsten und sozialen Defiziten. Eine empirische Studie an nichtklinischen und klinischen Stichproben.

Kolbeck, Sabine

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SWD-Schlagwörter: Sozialangst , Klinische Psychologie , Diagnostik , Test , Psychometrie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Soziale Ängste , Soziale Defizite
Basisklassifikation: 77.70 , 77.08 , 77.63
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Maß, Reinhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.01.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 15.04.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der Sozialen Phobie / Sozialen Angststörung stehen zwei theoretisch differenzierbare Störungsmerkmale im Zentrum der Symptomatik: soziale Ängste und soziale Defizite. Welche Art der Behandlung erforderlich ist (Angstbehandlung, Soziales Kompetenztraining), hängt von der Ausprägung und Konstellation der beiden Symptome ab. Daher ist die eingangsdiagnostische differentielle Erfassung der beiden Störungskomponenten wichtig für die gezielte Indikation und die Therapieplanung. Bislang existierende klinisch-diagnostische Instrumente leisten diese Differenzierung nicht bzw. nur unzureichend, da sie den Aspekt der sozialen Defizite nicht explizit berücksichtigen.

In der vorliegenden Studie wurde ein Analyse-Instrument konstruiert mit der Intention, soziale Ängste und soziale Defizite bei der Sozialen Phobie / Sozialen Angststörung reliabel und valide getrennt zu erfassen. Die Entwicklung und Evaluation des Selbstrating-Instruments erfolgte entlang testtheoretischer Anforderungen im Rahmen von vier Unterstudien (Hauptstudie, Replikationsstudie, Reteststudie, klinische Validierungsstudie), in denen insgesamt 413 gesunde erwachsene Personen sowie 68 Patienten mit diagnostizierter Sozialphobie, einige davon mit Ängstlicher (vermeidender) Persönlichkeitsstörung, untersucht wurden.

Der Fragebogen enthält insgesamt fünf faktorenanalytisch gestützte Subskalen, wovon sich die ersten vier auf die beiden Dimensionen soziale Ängste und soziale Defizite beziehen: zwei Subskalen beschreiben charakteristische Aspekte sozialer Angst (Sprech- und Mittelpunktsangst; Angst vor Ablehnung), zwei Subskalen zielen auf Symptome sozialer Defizite (Interaktionsdefizite, Informationsverarbeitungsdefizite). Der fünfte Faktor betrifft das Merkmal Einsamkeit, das konzeptionell weder unter Ängsten noch Defiziten zu fassen ist, im Störungsgeschehen der Sozialen Phobie / Sozialen Angststörung jedoch eine herausragende Rolle einnehmen kann. Daher blieb die Subskala Einsamkeit im Forschungsprozess unter Beobachtung.

Die ermittelten Befunde zur Reliabilität und Validität des Fragebogens sind ermutigend. Angesichts der Grenzen vorhandener diagnostischer Skalen zur Erfassung der Sozialen Phobie dürfte sich das neu entwickelte Instrument als nützliche Ergänzung zu den etablierten Fragebögen erweisen.

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