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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36435
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3643/


Epidemiologie und Risikoabschätzung der Rauschgifttodesfälle 1990-1997 in Hamburg unter Berücksichtigung von Haftaufenthalten im Hamburger Vollzug

Epidemiology and risk assessment of drug related deaths 1990-1997 in Hamburg - with particular consideration of imprisonments being imposed by Hamburg criminal justice department

Kappos-Baxmann, Ismene

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Drogentod , Haftentlassung , Risikoeinfluss
Freie Schlagwörter (Englisch): drug-related-death release-from-prison risk-impact
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.03.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 14.07.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die Hafterfahrung von 1213 polizeilich registrierten Drogentodesfällen in Hamburg d. Jahre 1990-1997 retrospektiv analysiert.Es gab im Mittel 150 Drogentote/Jahr, 80,3% Männer, 19,7% Frauen, Hafterfahrung hatte ein Drittel(355). Haftgründe waren in 82% BTM-Handel oder Beschaffungskrimialität.Drogentote mit Haft waren 3 Jahre älter, dies könnte für einen protektiven Effekt sprechen.Von den 1213 Drogentoten starben 70% tödlicher Intoxikation, mit Haft starben häufiger an Intoxikation als an Gewalt, könnte Hinweis auf unsichern Umgang mit Drogen sein.Drogenabhängige mit Hafterfahrung sterben hüfiger an Drogenfolgeerkrankung, was mit höherem Todesalter zusammenhängen mag.Mit Hafterfahrene waren häufiger HIV, Hepatitis B u. C infiziert, was mit vermehrten "needel-sharing" zusammenhängen mag. Drogenabhängige ohne Haft starben häufiger an Morphinmonointoxikation, aber je länger ein Drogenabhängiger inhaftiert war, umso höher war sei Risio an Morphinmonointoxikation zu versterben. Bei längerer Haft relativiert sich der "protektive Effekt" der Haft, es kommt zu akzidentiellen Überdosierungen. Von den 355 Drogenabhängigen mit Hafterfahrung verstarben bereits 14 Personen in Haft (einer fiel aus der Analyse). Von den 340 Personen starben 40 in den ersten 10 Tagen nach Haftende, 8 am Entlassungstag. Häufig assoziert mit dem frühen Tod nach Haft sind jüngeres Lebensalter, junges Alter bei Erstinhaftierung, häufige und insgesamt lange Haftaufenthalte

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