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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36619
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3661/


T2-Anstieg und ADC-Abfall als Indikatoren für das frühe, ischämische Ödem beim akuten Schlaganfall

Jung, Sarah Evelore

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Schlaganfall , NMR-Tomographie , Spin-Spin-Relaxation
Freie Schlagwörter (Deutsch): ADC-Bildgebung , EIE , EIS
Basisklassifikation: 44.90 , 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kucinski, Thomas (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.03.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 06.05.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Beim ischämischen Schlaganfall nimmt die bildgebende Diagnostik einen bedeutenden Stellenwert hinsichtlich der Abschätzung der ischämischen Schädigung und ihrer zugrunde liegenden pathophysiologischen Phänomene ein. Die moderne Bildgebung (CCT und MRT) ist die Grundlage für die Planung des weiteren therapeutischen Vorgehens insbesondere im Hinblick auf eine etwaige Lysetherapie. Die systemische Lyse wird nach heutiger Auffassung innerhalb von drei Stunden nach Symptombeginn durchgeführt, wenn keine Kontraindikationen vorliegen. Insbesondere für die Behandlung nach 3 Stunden erscheint es aber unerlässlich, das frühe ischämische Ödem näher zu charakterisieren und so die Ausdehnung des irreversibel geschädigten Infarktkernes abzuschätzen.
Im Rahmen dieser Arbeit werden die ADC- und die quantitativen T2-Bilder von 26 Patienten mit Verschlüssen im MCA-Territorium untersucht. Die Bildgebung erfolgte 1,5 bis 4,8 Stunden (im Mittel 3,0 Stunden) nach Beginn der neurologischen Symptomatik. Die Läsion wurde anhand der ADC-Bilder bestimmt und anschließend auf die quantitativen T2-Bilder übertragen. Im Wesentlichen können folgende Ergebnisse festgehalten werden:
• Die farbkodierte Visualisierung der T2-Verlängerung in quantitativen T2-Bildern zeigt überwiegend einen „zwiebelschalenähnlichen“ Aufbau innerhalb der Roi mit zur Peripherie hin abnehmenden T2-Verlängerungen.
• Die Analyse der Pixelhäufigkeiten ergibt, dass in der T2-Bildgebung auf der kranken Hirnseite Pixel mit höheren T2-Werten überwiegen.
• Mit Hilfe von Punktwolken und deren 3-D-Darstellung wird das Signalverhalten von ortsgleichen Pixeln im direkten Vergleich der beiden Bildgebungsarten graphisch dargestellt. Es zeigt sich eine Korrelation in dem Sinne, dass es regelmäßig zu einer ADC-Minderung und einer T2- Verlängerung kommt.
• Die statistische Auswertung der berechneten Mittelwerte ergibt einen mittleren ADC-Abfall von 0,000170 mm²/s (Läsion = 0,000636 mm²/s // Kontrolle = 0,000806 mm²/s), der mit der mittleren T2-Verlängerung von 5 ms (Läsion = 113 ms // Kontrolle = 108 ms) korreliert (r = 0,39; p = 0,046).
Frühe T2-Verlängerungen können dementsprechend in quantitativen T2-Bildern in ihrer örtlichen Verteilung visuell differenziert und quantifiziert werden. T2- Verlängerung und ADC-Minderung korrelieren miteinander, so dass beide geeignete Parameter darstellen, um das frühe ischämische Ödem (EIE) näher zu charakterisieren. Die T2-Verlängerung kann, vergleichbar mit den EIS des CCT, als Indikator für eine schwere Ischämie und irreversibel geschädigtes Hirnparenchym dienen.

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