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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36675
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3667/


Ist die prä- und frühpubertär auftretende Varikozele testis im weiteren Verlauf mit dem Risiko einer Wachstumsstörung des Hodens assoziiert?

Development of varicocele in children and pre-adolescence: Is there a risk for testicular atrophy?

Saeger, Ulf

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SWD-Schlagwörter: Varikozele , Hoden
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kinder , Jungendliche , Hypotrophie , Progredienz
Freie Schlagwörter (Englisch): varicocele , adolescence , children , testicular atrophy , progression
Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Becker, H. ( Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.04.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 15.05.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen eines Studienprojektes wurde vom August 1998 bis Mai 2003 eine prospektive Längsschnittuntersuchung zur Progression der Varikozele testis im Kindes- und Jugendalter durchgeführt. Ziel der Untersuchung war, die Entwicklung der Erkrankung im Hinblick auf den Schweregrad der Varikozele und das Wachstum des betroffenen Hodens darzustellen. Neben der klinischen Untersuchung wurde die CW-Dopplersonografie nach der Klassifikation von Hirsh als diagnostisches Instrument zur Beurteilung des Schweregrades eingesetzt. 164 Teilnehmer im Pubertätsstadium I und II nach Tanner mit strikt einseitiger Varikozele konnten über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren regelmäßig nachuntersucht werden.
Im Ergebnis fand sich nur in 11% der Teilnehmer eine vollständige Rückbildung der Varikozele. Teilnehmer mit persistierender Varikozele zeigten überwiegend eine Progredienz der Ausprägungsgrade. Der Schweregrad des venösen Refluxes wies keine nennenswerte Änderung auf. Bei ca. 12% der Teilnehmer entwickelte sich zusätzlich eine kontralaterale, meist jedoch nur gering ausgeprägte Varikozele. Teilnehmer mit persistierender, unilateraler Varikozele wiesen am ipsilateralen Hoden eine Zunahme des prozentualen Volumendefizites auf. Ebenso fand sich tendenziell eine Zunahme der Rate von volumengeminderten Hoden. Der initiale Varikozelengrad liess keine Aussage über die weitere Entwicklung des Hodens zu, allerdings bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Varikozelengrad und der Rate sowie dem Ausmaß der Hodenhypotrophie zum Zeitpunkt der Abschlussuntersuchung.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Varikozele in Hinblick auf den zunehmenden Ausprägungsgrad sowie das zunehmende Volumendefizit des varikozelentragenden Hodens ein progrediente Erkrankung darstellt. Es wurden Volumendefizite von 15% und mehr beobachtet, die sich in dieser Größenordnung im Allgemeinen nicht zurückbilden. Trotz der hohen Prävalenz der Varikozele im Kindesalter (18%)erscheint aufgrund der hier vorgestellten, inkohärenten Ergebnisse und der eingeschränkten Beurteilbarkeit des Hodenvolumens bei präpubertären Jungen eine frühe Genitaluntersuchung und Verlaufsbeobachtung nicht sinnvoll. Vielmehr scheint eine Untersuchung erst mit Beginn der Pubertät im Alter von 12-13 Jahren sinnvoll, da erst in dieser Entwicklungsphase ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Varikozelengrad und der Hodenentwicklung erkennbar wird.

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