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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36686
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3668/


Der ideale Arzt aus Sicht psychiatrisch erkrankter Patienten - Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung von Patientenprioritäten

Commentz, Nils

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Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Naber, Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.03.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 19.05.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Arbeit war die Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung von Patientenpräferenzen für den sie behandelnden Arzt. Der endgültige Fragebogen wurde aus einer, mit Hilfe einer Vorstudie und der Literatur erstellten Testvorform entwickelt. Die Testvorform bestand aus 52 Items und wurde N=232 Patienten vorgelegt. Es folgten, neben einer statistischen Auswertung der Daten, die Durchführung einer Faktorenanalyse und die Reduktion der Itemzahl, um einen kompakten Frage-bogen zu erhalten, der die wichtigsten Dimensionen dieses Gebietes abdeckt.

Die Auswertung der Testvorform erbrachte eine Bestätigung der vielfach in der aktuellen Literatur beschriebenen Patientenneuorientierung in Richtung einer größeren Autonomie beziehungsweise Partizipation an Therapieentscheidungen. Zudem konnte gezeigt werden, dass dieser Partizipationswunsch bei älteren Studienteilnehmern eher gering ausgeprägt ist und Patienten mit viel Krankenhauserfahrung einen nicht aktiven, fordernden und klassisch/paternalistischen Arzt präferieren. Des Weiteren bestätigte sich, dass weibliche Probanden, zumindest in Bezug auf die signifikanten Unterschiede, die Items generell höher bewerteten und ihnen insgesamt eine größere Autonomie im Sinne des „Shared-decision-makings“ wichtiger war als den männlichen Studienteilnehmern.

Die gefundene Fünf-Faktoren-Lösung erklärte 35% der Varianz und lieferte ein - die in der Literatur vorhandenen Befunde noch erweiterndes - Dimensionskonzept, welches wichtige Bereiche der Patientenprioritäten abdeckt. Zudem erlaubt es eine Bestätigung der schon bei der Einzelitemauswertung gefundenen Ergebnisse bezüglich Alter und Krankenhauserfahrung. Unter Berücksichtigung der Faktorenanalyse, inhaltlicher Gesichtspunkte und der Wahrung einer ausreichenden internen Konsistenz wurde eine Itemreduktion durchgeführt. Anschließend wurden die schwächer mit Items besetzten Faktoren mit neu erstellten Items aufgefüllt, so dass jeder Faktor schlussendlich aus 7 Items bestand. Die interne Konsistenz dieser erweiterten Faktoren muss in Folgearbeiten untersucht werden.

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