FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-36897
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3689/


Nicht invasive Quantifizierung der exokrinen Pankreasfunktion mittels 13C-Triglycerid-Atemtest bei Gesunden und Patienten mit Diabetes mellitus

Brückel, Sebastian

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (623 KB) 


SWD-Schlagwörter: Bauchspeicheldrüse , Diabetes mellitus , Funktionstest , Funktionsdiagnostik , Lipolyse , Kohlenstoff-13-Exhalationstest , Sekretin-Pankreozymin-Test
Basisklassifikation: 44.03
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Layer, Peter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.04.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 26.06.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die bislang verfügbaren nicht-invasiven Pankreasfunktionstests erlauben zwar die sensitive Erfassung einer schweren exokrinen Pankreasinsuffizienz, aber keine hinrei-chend genaue Abgrenzung zwischen normaler und leicht bis mäßig eingeschränkter Funktion. Dies gilt auch für den Atemtest mit 13C-markierten gemischten Triglyceriden (13C-MTG-Test) in etablierter Form. Ziel der vorliegenden Studie war es zu prüfen, ob durch Berücksichtigung der Magenentleerungsgeschwindigkeit, durch Standardi-sierung der endogenen CO2-Produktion und durch Steigerung der verabreichten Lipiddosis die Aussagekraft des 13C-MTG-Tests verbessert werden kann. Wir führten den Sekretin-Pankreozymin-Test (SP-Test) zur exakten Quantifizierung der exokrinen Pankreasfunktion, einen standardisierten 13C-Oktansäure-Atemtest zur Messung der Magenentleerungsgeschwindigkeit und einen modifizierten 13C-MTG-Test mit erhöh-ter Lipiddosis (250 mg 1,3-Distearyl-2[13C]-Octanoyl-Glycerol) durch und zwar bei 10 gesunden Probanden und 14 Patienten mit Diabetes mellitus. Diabetiker wurden als Kontrollgruppe ausgewählt, weil sie bekanntermaßen häufig eine moderat erniedrigte Enzymsekretion aufweisen. Während beider Atemtests wurde auf das Meiden von körperlicher Aktivität zwecks Standardisierung der endogenen CO2-Produktion be-sondere Rücksicht genommen. Insgesamt 12 der 14 untersuchten Diabetespatienten (85 %) hatten mindestens einen pathologisch erniedrigten Sekretionsparameter im SP-Test, 5 hatten eine leichte, 7 eine moderate exokrine Pankreasinsuffizienz. Die mittlere Magenentleerungsgeschwindigkeit war bei Gesunden und Diabetespatienten ver-gleichbar (t½ für Gesunde bzw. Diabetiker: 141 ± 14 vs. 168 ± 28 min, p=0,456; tlag: 135 ± 27 vs. 115 ± 23, p=0,587), von den Diabetikern wiesen allerdings 3 eine mäßig verzögerte, einer eine grenzwertig beschleunigte Magenentleerung auf. Derjenige Pa-rameter des 13C-MTG-Tests, der am besten mit der im SP-Test gemessenen Enzym-sekretion korrelierte, war die kumulative prozentuale 13C-Wiederfindungrate nach 2 h (cPDR(2h)). Sie korrelierte mit den Sekretionsraten von Trypsin, Chymotrypsin und Amylase bei maximaler Stimulation (Chymotrypsin, n=24: r=0,53;, p<0,05). Die Li-pasesekretion korrelierte dagegen besser mit der cPDR(2h) nach 13C-MTG-Ingestion unter submaximaler Stimulation (Gesamtgruppe, n=24: r=0,483; p<0,05; Diabetiker, n=14: r=0,669; p<0,01). Die kumulative prozentuale 13C-Wie¬derfindungsrate 1 Stunde nach Aufnahme von 13C-MTG (cPDR(1h)) erwies sich bei einem Grenzwert von 1,8 % mit einer Sensitivität von 83,3 % und einer Spezifität von 91,7 % als geeignetster Pa-rameter, Diabetiker mit exokriner Pankreasinsuffizienz gegen Gesunde abzugrenzen. Die Berücksichtigung unterschiedlicher Magenentleerungsparameter bei der Analyse des 13C-MTG führte zu keiner Verbesserung von Sensitivität und Spezifität im Ver-gleich zum SP-Test. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Kontrolle der körperlichen Akti-vität zur Begrenzung des Einflusses einer unterschiedlichen CO2-Produktion während des 13C-MTG-Tests und Erhöhung der hierbei verabreichten Lipiddosis die Ergebnisse des direkten, invasiven SP-Tests und des indirekten, nicht invasiven Atemtests signi-fikant miteinander korrelieren. Zudem fanden sich eine hohe Sensitivität und Spezifi-tät für bestimmte Parameter des 13C-MTG-Tests. Der modifizierte 13C-MTG-Test kann, im Gegensatz zu den wenigen anderen nicht invasiven Pankreasfunktionstests, die derzeit klinisch zur Verfügung stehen, auch milde bis mäßige Einschränkungen der exokrinen Pankreasfunktion zuverlässig erfassen und somit die diagnostischen Möglichkeiten sinnvoll ergänzen.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende