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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37248
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3724/


Besonderheiten in der Informationsverarbeitung bei Patienten mit akuter und remittierter Depression und bei Patienten mit Asthma bronchiale

Fritzsche, Anja

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SWD-Schlagwörter: Bronchialasthma , Depression
Freie Schlagwörter (Deutsch): Informationsverarbeitung , remittierte Depression , Asthma
Basisklassifikation: 77.70
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dahme, Bernhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.06.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 07.07.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In Anlehnung an Studien von Gotlib et al. (2004a/b) wurden mit dem Self Referential Encoding and Incidental Recall Test (SRET) Selbstbeschreibung und Erinnerungsleistung, mit dem emotionalen Dot-Probe Test selektive Aufmerksamkeit zu traurigen und glücklichen Gesichtern und mit dem emotionalen Stroop Test Interferenzeffekte bei 20 Asthmatikern, 20 akut Depressiven, 20 remittiert Depressiven und 20 niemals depressiven, lungengesunden Kontrollpersonen getestet. Die Forschung konnte bereits bei akut Depressiven Hinweise auf Besonderheiten in verschiedenen Aspekten der Informationsverarbeitung geben, so dass aufgrund des erhöhten Rezidivrisikos nach einer depressiven Episode sowie der Tatsache, dass Asthmatiker häufig an einer Depression erkranken und in Untersuchungen der Einfluss von depressiver Stimmung auf die Asthmasymptomatik deutlich gemacht werden konnte, auch bei remittiert Depressiven und Asthmatikern depressionsspezifische Besonderheiten in der Informationsverarbeitung erwartet wurden. In Übereinstimmung mit den kognitiven Theorien der Depression, die postulieren, dass dysfunktionale kognitive Schemata und Stile in entsprechender Stimmung aktiviert werden, wurde vor jedem der drei Tests eine Stimmungsinduktion mittels Bildern mit traurigem Inhalt durchgeführt. Es konnten die Befunde für akut depressive Personen repliziert sowie deutlich gemacht werden, dass remittiert Depressive auch ohne akute depressive Symptomatik depressionsspezifische negative Selbstbeschreibungs- und Erinnerungsmuster aufwiesen. Zudem zeigten sie nicht wie die gesunden Kontrollpersonen eine Hinwendung zu den glücklichen Gesichtern und eine Abwendung von den traurigen Gesichtern im emotionalen Dot-Probe Test, sondern wandten sich in Übereinstimmung mit den akut depressiven Personen signifikant stärker den traurigen Gesichtern zu und zeigten keine Hinwendung zu den glücklichen Gesichtern. Wider Erwarten brachte der emotionale Stroop Test keine Hinweise einer depressionsspezifischen Informationsverarbeitung. Die Asthmatiker zeigten im Wesentlichen in allen drei Tests keine Unterschiede zu den Kontrollpersonen, was für Depressionsspezifität der aufgetretenen Auffälligkeiten spricht. Lediglich hinsichtlich der selektiven Aufmerksamkeit bei glücklichen Gesichtern im emotionalen Dot-Probe Test unterschieden sie sich von den Kontrollpersonen und nicht von den akut und remittiert Depressiven.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie weisen darauf hin, dass die Besonderheiten in der Informationsverarbeitung über die akute depressive Episode hinaus stabil sind, es können jedoch keine Aussagen darüber gemacht werden, dass depressionsspezifische kognitive Stile maßgeblich der Komorbidität von Asthma und Depression zugrunde liegen.

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