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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37376
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3737/


Todesfälle beim Sport (Hamburg, 1997 bis 2006)

Riedel, Alexander

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Sporttodesfälle
Basisklassifikation: 44.70
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 16.07.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In Hamburg und regionaler Umgebung ereignen sich jedes Jahr Todesfälle im Zusammenhang
mit sportlicher Betätigung, obwohl der Nutzen für Leib und Seele durch
den Sport durchaus bewiesen ist. Diese Todesfälle treten unerwartet und plötzlich
auf. In einigen Fällen lassen sich auch Prodromi finden.
In einer retrospektiven Untersuchung wurden 48.335 Akten der Polizei Hamburg im
Hinblick auf Sporttodesfälle ausgewertet. Der Untersuchungszeitraum schloss die
Jahre von 1997 bis 2006 ein. Es wurden epidemiologische, phänomenologische und
morphologische Eigenschaften der Todesfälle untersucht.
Die Sporttoten konnten sowohl in traumatische und nicht-traumatische Fälle als auch
in in- und ausländische Fälle unterteilt werden.
Bei den Sporttodesfällen handelte es sich überwiegend um männliche Verstorbene.
Es überwog im Inland der Anteil an Todesfällen aus nicht-traumatischer, kardialer
Genese, wobei sich die meisten Todesfälle bei Sportarten wie Fußball und Joggen
ereigneten. Bei den Verstorbenen im Ausland, die im Durchschnitt älter als die im
Inland Verstorbenen waren, überwogen Risikosportarten wie Fallschirmspringen und
Bergsteigen.
Es bleibt festzuhalten, dass es, trotz vorhergehender sportärztlicher Untersuchungen,
zu Todesfällen beim Sport kommt. Als Risikofaktoren für Todesfälle aus innerer
Ursache gelten KHK und Hypertrophie des linken Ventrikels. Bei Todesfällen mit
traumatischer Genese waren das Schädel-Hirn-Trauma und Ertrinken die häufigsten
Todesursachen.
Sportärztliche Vorsorgeuntersuchungen können nicht zu hundert Prozent eine Präventionsmaßnahme
darstellen und fatale Todesfälle bei sportlicher Betätigung verhindern.
Eine rechtsmedizinische Untersuchung mit makro- und mikroskopischer Beurteilung
dieser Fälle ist stets wichtig, um die Todesursache und um rechtliche Fragen zu klären.

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