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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37703
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3770/


Nachweis von Mikrometastasen in lokoregionären Lymphknoten von Patienten mit oralen/oropharyngealen Plattenepithelkarzinomen

Detection of lymph node micrometastases in patients with oral/oropharyngeal squamous cell cancer

Gärtner, Franziska

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Basisklassifikation: 44.81 , 44.94
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Riethdorf, Lutz (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 09.09.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Literaturdaten zufolge verschlechtert sich die Prognose oraler/oropharyngealer Karzinome durch das Auftreten von Lymphknotenmetastasen deutlich. In 10-26 % der Fälle kommt es trotz metastasenfreier lokoregionärer Lymphknoten zu Fernmetastasen. Dafür verantwortlich sind möglicherweise okkulte Lymphknotenmetastasen, die sich aufgrund ihrer geringen Größe der klinischen und pathologischen Routine-Diagnostik entziehen. Einerseits kommen dafür Mikrometastasen (MM) mit einer Größe zwischen > 0,2 mm und < 2mm in Frage. Andererseits können es vielleicht auch noch kleinere Tumorzellkluster oder disseminierte Tumorzellen (DTZ) sein, die diagnostisch nicht erfasst werden, aber wichtiges Zeichen einer metastatischen Aussaat sind. Die prognostische Relevanz von MM/DTZ in lokoregionären Lymphknoten oraler/oropharyngealer Karzinome ist bisher unklar, und es gibt auch keine sicheren Daten über die Häufigkeit. Wichtige Zielstellung der vorliegenden Arbeit war deshalb, für künftige Studien zu prüfen, wie sich MM/DTZ in lokoregionären Lymphknoten reproduzierbar nachweisen lassen.
Zunächst wurden mittels Immunhistochemie die Pan-CK-Antikörper AE1/AE3 und 34βE12 mit unterschiedlichen Konzentrationen und unterschiedlichen Methoden (Vorbehandlungen, verschiedene Inkubationszeiten, manuelle contra automatische Färbung, verschiedene Nachweissysteme) an Primärtumoren getestet, um einen reproduzierbaren Nachweis von Tumor-Einzelzellen zu erreichen. Aufgrund folgender Kriterien wurde die Immunreaktion ausgewertet:
1. Alle konventionell zytologisch als Tumorzellen identifizierbaren Zellen müssen eine Immunreaktion zeigen.
2. Die Intensität der Immunreaktion muss repoduzierbar und mäßig bis stark sein.
3. Die Zellen müssen klar abgrenzbar sein.
Der monoklonale Pan-CK-Antikörper erwies sich zur Erfassung von DTZ/MM für die weitere Untersuchung an den tumorfreien Lymphknoten von Patienten mit Lymphknotenstatus pN0 und pNx als am besten geeignet.

Von 78 untersuchten Patienten mit oralen/oropharyngealen PEK wurden 667 Formalin fixierte zervikale Lymphknoten, die in 244 Paraffinblöcken eingebettet waren, auf die Anwesenheit von CK-positiven Zellen untersucht. Von jedem Paraffinblock wurden jeweils vier Stufenschnitte im Intervall von 150 μm angefertigt und mit dem Pan-CK-Antikörper 34βE12 (DAKO, Hamburg, Germany) im automatischen System (DAKO Cytomation) immunhistochemisch behandelt. Anschließend wurden die Lymphknotenpräparate manuell am Lichtmikroskop ausgewertet. Die CK-positiven Lymphknoten wurden phänotypisch noch weiter charakterisiert.
Insgesamt konnten bei 9/76 (11,5%) untersuchten Patienten MM detektiert werden, davon bei 5 Patienten mit primär als metastasenfrei eingestuften Karzinomen. Vier der Patienten wiesen zuvor bereits einen positiven Lymphknotenstatus (von pN1-pN2b) auf. Es konnte die Tendenz beobachtet werden, dass mit steigendem Lymphknotenstatus die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von MM zunimmt. Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Anwesenheit von MM und dem Tumorstadium, dem Grad der Differenzierung, der Lokalisation des Primärtumors, dem Geschlecht oder Alter.
MM sind durch eine immunhistochemische Analyse mit dem Pan-CK-Antikörper 34βE12 im automatischen System zuverlässlich detektierbar. Das ist eine sehr wichtige Information für künftige neue Konzepte in der pathologischen Routinediagnostik. Aufgrund der kleinen untersuchten Fallzahl ist keine Aussage zur prognostischen Relevanz der detektierten MM möglich. Die Daten können jedoch als solide Basis für eine umfangreichere Studie zur prognostischen Relevanz von MM dienen.

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