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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37814
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3781/


Parodontitis und Atherosklerose: Gibt es einen pathophysiologischen Zusammenhang? -Eine Literaturübersicht-

Houcken, Wiebke

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SWD-Schlagwörter: Parodontitis , Atherosklerose
Basisklassifikation: 42.13
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beisiegel, Ulrike (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 11.08.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Arbeit sind 38 Studien zum Zusammenhang zwischen Parodontitis und Atherosklerose eingeschlossen worden. Neben der kritischen Darstellung der angewandten Untersuchungsmethoden werden vor allem die Ergebnisse dieser Studien differenziert dargestellt und diskutiert.
Zur vorliegenden Auswertung dieser Studien ist abschließend festzustellen, dass zwischen Parodontitis und Arteriosklerose ein Zusammenhang wahrscheinlich ist. So konnten 28 der untersuchten Studien ein positives Ergebnis hinsichtlich des Zusammenhanges erbringen.
Ein kausaler Zusammenhang lässt sich mit den vorliegenden Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien jedoch nicht eindeutig beweisen, da neben der Parodontitis auch die parodontalen Risikofaktoren eine proatherogene Wirkung ausüben. Möglicherweise ist Rauchen als Risikofaktor direkt für den Zusammenhang beider Erkrankungen verantwortlich. Doch kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Zusammenhang nur durch eine Addition von Risikofaktoren hergestellt wird.
In vitro lassen sich parodontale Bakterien wie C.pneumoniae in atherogenen Plaqueproben nachweisen, und es lässt sich deren Einfluss auf das Gefäßendothel und die Makrophagen darstellen. Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt für einen positiven Zusammenhang wird mit Hilfe zweier Interventionsstudien erbracht. Dabei wird der indirekte Einfluss von Parodontitis auf KHK-assozierte Stoffwechselparameter – nach Ausschluß anderer Risikofaktoren – dadurch nachgewiesen, dass eine Parodontitisbehandlung die Werte für Entzündungsmarker wie CRP reduziert.

Um den Zusammenhang zwischen Atherosklerose und Parodontitis abschließend darzustellen, sind jedoch umfangreiche prospektive Kohortenstudien sowie weitere Interventionsstudien notwendig.

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