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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-38160
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3816/


Funktionelle Augenuntersuchungen unter besonderer Berücksichtigung der Sehschärfe bei drei- und vierjährigen Kindergartenkindern in Hamburg und Schleswig-Holstein

Mirzakhanian, Christine

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SWD-Schlagwörter: Sehschärfe
Basisklassifikation: 44.67 , 44.95
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Haase, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 01.09.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie untersuchten wir die Sehschärfe und das stereoskopische Sehen von drei- und vierjährigen Kindergartenkindern. Die Höhe des bestmöglichen physiologischen Visus und der Verlauf der Visusentwicklung in diesem Alter sind Hauptziel der Untersuchung gewesen. Außerdem wurde der Unterschied zwischen einäugigem und beidäugigem Visus herausgearbeitet, Unterschiede im Bezug auf Visusuntersuchungen mit einzelnen und in Reihe stehenden Optotypen untersucht und das Vorkommen von Strabismus und Visusminderungen erfasst.
Wir führten Visusuntersuchungen mit Landoltringtafeln (Einzellandoltringe, Reihenlandoltringe) nach den Kriterien der internationalen und nationalen Normen für die Sehschärfebestimmung (EN ISO 8596 und DIN 58220) [9,11], Untersuchungen der Binokularfunktion anhand des Titmus-Tests, Lang-Stereotests und des Bagolini-Streifenglastests sowie Untersuchungen der Augenstellung mittels des Aufdeck- und Abdecktests an 121 Kindern in Hamburger und Schleswig Holsteinischen Kindergärten durch.
Die Kinder wurden nach definierten Kriterien in zwei Gruppen getrennt. 113 augengesunde Kinder wurden der ersten Gruppe zugeordnet, acht Kinder mit einer Ametropie über 5 D sphärisch und/oder 2 D zylindrisch, Amblyopie, Strabismus sowie geistiger Behinderungen wurden der Ausschlussgruppe zugeordnet. Die Daten dieser Kinder flossen nicht in die Studie ein und wurden separat bearbeitet.
Die Ergebnisse wurden getrennt nach Alter dargestellt. Wir berechneten für die augengesunde Gruppe das geometrische Mittel, die Standardabweichung in Visusstufen, das 95 % Konfidenzintervall des Mittelwerts und den Median. Die Ergebnisse der einzelnen Altersgruppen wurden untereinander sowie auch mit den Ergebnissen der Untersuchungen der fünf- und sechsjährigen Kindergartenkinder von Anderssohn [2] verglichen.
Das geometrische Mittel betrug bei den dreijährigen Kindern für Einzeloptotypen monokular rechts 0,67 und binokular 0,81. Bei den vierjährigen Kindern monokular rechts 0,87 und binokular 1,03. Für die Reihenoptotypen errechneten wir das geometrische Mittel für die Dreijährigen von monokular rechts 0,40 und binokular 0,49 und für die Vierjährigen monokular rechts 0,46 und binokular 0,53.
Innerhalb der Gruppen der augengesunden Drei- und Vierjährigen bestand kein signifikanter Unterschied zwischen rechtem und linkem Auge bei Einzel- und Reihenoptotypenprüfung der Visuswerte. Die binokulare Visusprüfung der Einzeloptotypen sowie der Reihenoptotypen wies bei beiden Jahrgängen signifikant bessere Visuswerte auf als die monokulare Untersuchung.
Der durchschnittliche Unterschied zwischen monokularem und binokularem Visus der Einzeloptotypen in Visusstufen beträgt bei den Dreijährigen 0,8 und bei den Vierjährigen 1,2 Visusstufen.
Die Ergebnisse der Visusuntersuchungen mit Einzeloptotypen sind signifikant besser ausgefallen als diejenigen mit Reihenoptotypen, es bestehen Trennschwierigkeiten in beiden Altersgruppen. Dieser Unterschied liegt im Durchschnitt bei den Dreijährigen bei 2,6 Visusstufen, bei den Vierjährigen bei drei Visusstufen.
In unserer Untersuchung wurde bestätigt, dass die Sehschärfe altersabhängig ist. Vergleicht man die Ergebnisse der Drei- mit den Vierjährigen, so zeigt sich, dass die Vierjährigen signifikant bessere Ergebnisse monokular wie auch binokular erreichten. Dies trifft auch für den Vergleich der Ergebnisse der Drei- sowie der Vierjährigen mit den Fünf- und Sechsjährigen zu, die signifikant bessere Ergebnisse für monokulare und binokulare Visuswerte erreichten.
Von den insgesamt untersuchten 121 Kindern wiesen zwei Kinder einen Strabismus auf (1,7 %). Lediglich bei einem Kind lag eine Amblyopie in Kombination mit einem Strabismus vor (0,8 %). Von den 121 untersuchten Kindern benötigten 14 Kinder eine Sehhilfe, das entspricht 11,6 %. Je 5,8 %, also sieben Kinder trugen zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits eine Brille, bei weiteren sieben Kindern entdeckten wir eine korrekturbedürftige Refraktionsanomalie.

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