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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-38211
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3821/


Untersuchung zur antioxidativen Rolle des zellulären Prionproteins und dessen Rolle im oxidativen Stress Stoffwechsel an genetisch veränderten Mausmodellen

Sultan, Arian

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SWD-Schlagwörter: Oxidativer Stress , Prion
Basisklassifikation: 44.97
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beisiegel, Ulrike (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 01.09.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der menschlichen Prion-Erkrankung handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die mit apoptotischen Nervenzellverlusten, Demenz und cerebellärer Ataxie einhergeht. Ursächlich wird der Verlust von potentiell antioxidativ wirksamen zelluären Prionprotein angenommen. Um Aussagen über den oxidativen Status in Hirnhomogenaten und den Zusammenhang zwischen Prionproteinen machen zu können wurden in dieser Arbeit transgene Tiere untersucht, die das Prionprotein gar nicht expremieren, überexpremieren oder trunkierte Regionen, sogenannte Octapeptidregionen des Prionproteins aufweisen und bereits klinische Symptome wie Ataxien und Paresen zeigen. Die Untersuchungen sollten die Funktion des Prionproteins in den verschiedenen transgenen Mauslinien in Bezug auf oxidativen Stress klären. Es wurden lipophile (α-Tocopherol) und hydrophile (Ascorbat) Antioxidantien, einfach- mehrfachungesättigte- und gesättigte Fettsäuren und Cholesterin bestimmt. Außerdem wurde im Rahmen einer Kollaboration mit der LMU München im Rahmen der Dissertation von Frau Dr. rer. nat. Inga Böll das Ausmaß der Lipidperoxidation mittels TBARs bestimmt. Anhand der durch verschiedene Messverfahren ermittelten Ergebnisse wurden Rückschlüsse auf den oxidativen Status in den Homogenaten gezogen, denn alle gemessen Größen sind direkte oder indirekte Indikatoren für die Ausprägung des oxidativen Stesses in den jeweiligen Tierreihen.
In dieser Arbeit ließen sich Tendenzen z.B. bei der Bestimmung der Ubichinon 9 und 10 Werte erkennen, die der angenommenen antioxidativen Wirkung von Prionproteinen entsprachen. Jedoch zeigte sich hier kein einheitlicher Trend in allen transgenen Tierreihen mit einer reduzierten antioxidativen Eigenschaft. Bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Arbeit und der Ergebnisse ist keine einheitliche Aussage auf die angenommene antioxidative Funktion des Prionproteins zu finden. Unsere Hypothese, nämlich das eine Veränderung des Prionproteins zu einem Verlust der antioxdiativen Eigenschaften führt, und im Umkehrschluss eine Überexprimierung eine verbesserte antioxidative Funktion aufweisen müsste konnte nicht bestätigt werden. PrP-überexprimierende Tiere zeigten in unseren Untersuchungen keine Überlegenheit in der Abwehr von oxidativem Stress.
Abschließend lässt sich somit sagen, dass die angenomme “loss of function“-Hypothese weder durch die Ergebnisse in Hamburg noch durch die zusätzlichen Messungen in München bestätigt werden. Ein Grund unserer von anderen Publikationen abweichenden Ergebnisse kann im jungen Alter unserer Versuchstiere begründet sein.

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