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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-38433
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3843/


Internationalisierungspotenziale von Open-Innovation-Strategien: Chancen und Herausforderungen für das Innovationsmanagement

Internationalization of Open Innovation Strategies: Opportunities and Challenges for Innovation Management

Sofka, Wolfgang

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Innovationsmanagement , Innovation , Internationalisierung , Internationales Management , Globalisierung , Technologiemanagement
Freie Schlagwörter (Deutsch): Open Innovation
Freie Schlagwörter (Englisch): Open Innovation
Basisklassifikation: 85.15
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Teichert, Thorsten (Prof. Dr.)
Sprache: Mehrsprachig
Tag der mündlichen Prüfung: 26.02.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 29.09.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Der Erfolg von Innovationsaktivitäten hängt in zunehmendem Maße davon ab, ob es Unternehmen gelingt, interne Innovationsaktivitäten mit externem Know-how zu verknüpfen. Chesbrough (2003) prägt dafür das Konzept „Open Innovation.“ Der zentrale konzeptionelle Beitrag dieser Arbeit besteht darin, existierende Forschungsarbeiten zum Thema Open Innovation um die Chancen und Herausforderungen der zunehmenden Internationalisierung von Märkten und Wertschöpfungsketten zu erweitern. In diesem Sinne bedeutet Open Innovation nicht nur die Öffnung von Innovationsaktivitäten über Unternehmensgrenzen hinweg, sondern auch jenseits von nationalen und kulturellen Grenzen. Dies erscheint besonders relevant angesichts der zunehmenden Globalisierung, stellt aber gleichfalls neue Herausforderungen an das Innovationsmanagement. Die Arbeit ist als kumulative Dissertation bestehend aus 10 Fachartikeln organisiert, wobei 6 Artikel am Kernthema ansetzen und 4 Artikel abgeleitete Themen aufgreifen und vertiefen.
Im ersten Schritt werden die zentralen Konzepte der thematischen Fragestellung separat in die Diskussion eingeführt. Dies ist zum einen das Thema „Open Innovation“ und zum anderen die Literatur zu Nachteilen von multinationalen Unternehmen im Ausland („Liability of Foreignness,“ Zaheer, 1995). Essay 1 führt den Gedanken von Suchmustern für externes Know-how in die wissenschaftliche Diskussion ein. Demgegenüber greift Essay 2 noch losgelöst vom Innovationskontext die Thematik von kulturellen Barrieren für ausländische Niederlassungen von multinationalen Unternehmungen auf, indem es regionale Unterschiede innerhalb der wirtschaftlichen Entwicklung des Gastlandes als moderierenden Faktor einführt. In den folgenden Schritten werden dann die beiden zentralen Fragestellungen „Öffnung der Innovationsprozesse“ und „Internationalisierung“ zusammengeführt. Essays 3 und 4 fokussieren auf die Internationalisierung der Nutzung von Innovationsimpulsen durch deutsche Unternehmen, während die Essays 5 und 6 die Perspektive auf die Wissensbeschaffung von ausländischen Unternehmen in Deutschland richten. Essay 3 erweitert die bestehende Literatur, indem es Mechanismen vorschlägt und empirisch testet, die dem Auf- und Ausbau von absorptiven Fähigkeiten für den internationalen Kontext zugrunde liegen. Essay 4 testet diese Form der Internationalisierung dann auf ihre Werthaltigkeit. Mit Essay 5 wechselt dann der Schwerpunkt zu den Innovationsaktivitäten von ausländischen Unternehmen in Deutschland und den Effekten von Liability of Foreignness. Essay 5 verfolgt eine Prozessperspektive und erweitert die bestehende Literatur um eine differenzierte Betrachtung der Effekte von Liability of Foreignness während der Ideenfindung, Projektauswahl und dem Projektcontrolling. Essay 6 untersucht, ob ausländische Unternehmen im selben Maße Zugang zu wertvollen Innovationsimpulsen von lokalen Kunden, Zulieferern und Universitäten bekommen wie ihre heimischen Wettbewerber.
An dieses Kernthema schließen sich 4 Essays an, die abgeleitete bzw. vertiefende Themen aufgreifen. Essay 7 folgt analog zu Essay 2 dem Kerngedanken strategische Optionen durch Erfahrungseffekte für die Überwindung der Liability of Foreignness aufzudecken. Essay 8 untersucht eine spezielle Form von Open Innovation: Innovationsbezogene Kooperationen mit Wettbewerbern aus dem Ausland (Co-opetion). Essay 9 fokussiert auf Mechanismen, die es Unternehmen erlauben, die Zeit zwischen Innovationsimpuls und erfolgreicher Umsetzung zu verkürzen. Essay 10 untersucht Suchstrategien für nachhaltige Innovationen (d.h. Umweltbelastung, Sicherheit, Energieverbrauch).
Im Überblick bestätigen die Ergebnisse der Essays die Existenz von kulturellen Barrieren (Liability of Foreignness), die die Internationalisierung von Open-Innovation-Strategien bremsen. Gleichermaßen zeigt die Arbeit aber auch Optionen für das Management auf, wie diesen speziellen Herausforderungen begegnet werden kann. Die Fähigkeit, ausländische Innovationsimpulse aufnehmen und verwerten zu können, hängt in erheblichem Maße von der internationalen Erfahrung der Unternehmung ab (Essays 3, 8). Die Internationalisierung von Open Innovation scheint besonders dort relevant zu sein, wo das heimische Innovationsumfeld als weniger attraktiv betrachtet wird (Essay 3). Ausländische Impulse sind darüber hinaus wesentlich stärker dazu geeignet, das Unternehmen strategisch als Technologieführer zu positionieren (Essay 4). Mit Blick auf die Ursachen für Liability of Foreignness im Innovationsprozess im Ausland identifiziert die vorliegende Arbeit zwei Schwerpunkte. Für ausländische Unternehmen scheint es besonders schwierig zu sein, wertvolle Innovationsimpulse von Kunden aus dem Gastland zu identifizieren und zu gewinnen (Essay 5). Darüber hinaus haben Töchter ausländischer Unternehmen eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, Innovationsprojekte abzubrechen oder zu überziehen, als Wettbewerber aus dem Gastland (Essay 6). Insofern werden die Nachteile erkennbar, wenn Kundenideen generiert und Ressourcenerfordernisse den Ideen gegenübergestellt werden müssen. Dies kann daher rühren, dass solche Bewertungen innerhalb der multinationalen Unternehmensgruppe einheitlichen Standards unterliegen, um interne Konsistenz sicherzustellen. Diese Richtlinien müssen jedoch nicht notwendigerweise in den spezifischen Kontext des jeweiligen Gastlandes passen.
Kurzfassung auf Englisch: The success of innovation activities depends increasingly on firm's ability to connect their in-house R&D initiatives with external partners such as universities, specialized suppliers, customers or even competitors. Chesbrough (2003) coins the term "Open Innovation" for this paradigm shift. At the same time, firms find themselves in a much more internationalized environment. Globalization forces provide access to valuable knowledge pools around the world but intensify also the pressures from foreign competitors. The core of this dissertation is to connect both trends and ask: How can managers optimize their innovation activities by reaching not just outside of firm boundaries but also across national and cultural borders?
The dissertation consists of six core topics tackling this primary issue and four derived articles of derivative studies. The core studies start out by identifying basic concepts such as the effects from cultural boundaries (liability of foreignness) and potential advantages from targeted open innovation strategies (search patterns). The following articles extend this topic along two dimensions with two articles each. First, the opportunities for German firms to extend existing capabilities (absorptive capacities) to foreign partners are investigated. Secondly, the opportunities and challenges for the subsidiaries of multinational firms in Germany become the center of the investigation.
The derived topics include co-opetition, sustainable innovation, time-based competition as well as the effects of experience on the degree of liability of foreignness.
The overall results provide strong support for the existence of liabilities of foreignness in international innovation activities. They also highlight leverage points for management to overcome them. Compensating management intervention should focus on host country costumer involvement and innovation project implementation because these are the primary obstacles for foreign firms operating abroad.

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