FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-38742
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3874/


Die Chondrozyten-Periost - Kokultur: Periostlappenexplantate modulieren den chondrozytären Stoffwechsel in vitro

Klebig, Florian

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (830 KB) 


SWD-Schlagwörter: Periost , Knorpelzelle
Freie Schlagwörter (Deutsch): Chondrozyten , Kokultur , autologe Chondrozytentransplantation
Basisklassifikation: 44.83
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rüther, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.10.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 11.11.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die Bedeutung von Periostlappentransplantaten bei der Behandlung von Gelenkknorpeldefekten mit autologen Chondrozytensuspensionen ist umstritten. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss von Periostexplantaten auf das Wachstum und die Matrixsynthese von isolierten Chondrozyten in einem Perfusionskokultursystem in vitro zu untersuchen.
Bovine Chondrozyten und bovine Periostexplantate wurden in einem neu entwickelten Kokultursystem gemeinsam kultiviert. Der Einsatz von Perfusionskammern sorgte für gleichbleibende Kulturbedingungen im Hinblick auf die Nährstoffzufuhr und den Abtransport von Stoffwechselprodukten bei gleichzeitig konstantem pH-Wert.
In dem neu etablierten Perfusionskammermodell proliferierten Chondrozyten unter dem Einfluss von Periostlappen langsamer. Die histologischen und immunzytochemischen Untersuchungen konnten zeigen, dass Chondrozyten in vitro unter dem Einfluss von Periostlappenexplantaten schneller dedifferenzieren und eine deutlich geringere Deposition von extrazellulärem Kollagen Typ II zeigten.
Zu den wesentlichen Komponenten der extrazellulären Matrix von hyalinem Knorpel gehören die Proteoglykane und das Kollagen Typ II. Unter dem Einfluss von Periostlappenexplantaten konnten eine Reduktion der biosynthetischen Aktivität (Prolineinbau) und eine Verminderung der Einbauraten radioaktiv markierten Sulfats (Proteoglykane) nachgewiesen werden. Kokultivierte Chondrozyten zeigten bei der ELISA-Messung eine reduzierte Synthese von knorpelspezifischem Kollagen Typ II und wiesen eine verminderte Syntheserate für Glykosaminoglykane auf.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen einen katabolen Effekt der Periostexplantate auf isolierte Chondrozyten in vitro. Das Periost wirkt dedifferenzierend auf den Phänotyp der Chondrozyten und führt zu einer Reduktion von funktionell bedeutsamen Kollagen und Proteoglykanen. Die Ergebnisse der Arbeit stützen den gegenwärtigen klinischen Trend, bei der autologen Chondrozytentransplantation synthetische Membranen an Stelle der Periostlappenexplante zu verwenden.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende