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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39043
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3904/


Prospektive Evaluation der antroduodenojejunalen Motilität und der Lebensqualität von Gesunden und von Patienten mit funktioneller Dyspepsie, Reizdarmsyndrom, chronischer intestinaler Pseudoobstruktion und mechanischer Obstruktion

Kobarg, Kai

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SWD-Schlagwörter: Reizcolon , Obstruktion <Medizin> , Lebensqualität , Motilität , Druckmessung , Dünndarm
Freie Schlagwörter (Deutsch): Motilität , Manometrie, Lebensqualität , Reizdarmsyndrom , Obstruktion
Basisklassifikation: 44.61 , 44.87 , 44.99
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Layer, Peter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.11.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 08.12.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Schwere Formen der funktionellen Dyspepsie FD) und des Reizdarmsyndroms RDS) beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Pathophysiologisch spielen gastrointestinale Motilitätsstörungen (GIMD) eine wesentliche Rolle. Insbesondere
das RDS kann in Bezug auf die Symptomatik schweren Formen von GIMD wie der chronischen intestinalen Pseudoobstruktion (CIPO) ähneln. Unklar ist, ob es sich bei schweren Fällen von RDS um frühe bzw. abgeschwächte Formen einer CIPO handeln könnte. Hypothese: Bei schweren Formen funktioneller gastrointestinaler Erkrankungen FGID) finden sich ähnliche, aber weniger stark ausgeprägte Störungen der Dünndarmmotilität und der Lebensqualität wie bei CIPO. Methodik: Bei 12 Gesunden und 54 Patienten mit gravierenden abdominellen Beschwerden wurden prospektiv Anamnese,Befunde und Lebensqualität (Gastrointestinal Quality of Life Index, GIQLI) erfasst sowie eine antroduodenojejunale Manometrie durchgeführt. Charakteristika der interdigestiven und postprandialen Motilität, die motorische Aktivität (Motilitätsindex, MI), das Auftreten pathologischer Motilitätsmuster sowie die Lebensqualität wurden analysiert.
Ergebnisse: 4 Patienten erfüllten die Kriterien für eine FD, 8 für ein RDS, 6 für eine CIPO und 5 hatten eine mechanische Obstruktion. Alle Patienten mit CIPO sowie jeweils 75% der Patienten mit FD und RDS wiesen eine pathologische Manometrie auf. Bei Patienten mit RDS und CIPO waren qualitativ ähnliche Motilitätsstörungen zu beobachten. Diese waren bei Patienten mit RDS jedoch seltener (pathologische Phase IIIAktivität bei 50% der RDS-Patienten vs. 100% der CIPO-Patienten, p=0,09) und weniger stark ausgeprägt (duodenojejunaler MI: MIGesunde>MIRDS, p≤0,05 ; MIRDS>MICIPO, p≤0,05) als bei Patienten mit CIPO. Ähnliche Befunde ergaben sich auch für den Vergleich zwischen Patienten mit FD und CIPO, auf eine statistische Analyse wurde hier wegen der geringen Gruppengröße jedoch verzichtet. Die LQ war bei 76% aller Patienten pathologisch erniedrigt und bei solchen mit FD, RDS und CIPO gleich niedrig (GIQLI [MW+-SD] Gesunde vs. FD vs. RDS vs. CIPO: 139±4 vs. 94±18* vs. 77±21* vs. 85±15*, *p≤0,01 vs. Gesunde). Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass manche schweren Formen von FGID, insbesondere schweres RDS, frühe oder abgeschwächte Varianten einer CIPO sein können. Außerdem implizieren
die Befunde, dass bei RDS nicht nur das Ausmaß der intestinalen Motilitätsstörung, sondern zusätzliche Faktoren zur Einschränkung der Lebensqualität beitragen.

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