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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39390
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2008/3939/


Charakterisierung von Merkelzellen in unterschiedlichen Lokalisationen der Haut

Charakterization of Merkel cells in different lokalizations of the skin

Eispert, Ann-Christin

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Merkelzelle , Merkelzelllkarzinom , MC , MCC
Freie Schlagwörter (Englisch): Merkel cells , Merkel cell carcinoma , MC , MCC
Basisklassifikation: 44.93
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Moll, Ingrid (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.11.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 22.12.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die Merkelzelle wurde zuerst 1875 von Friedrich Merkel entdeckt und als sog. „Tastzelle“ beschrieben. Ultrastrukturell erkennt man die charakteristischen Eigenschaften, wie multiple neuroendokrine Granula, die sich an der Basalseite akkumulieren und spezifische Neuropeptide und biogene Amine enthalten, die Zyplasmafortsätze, die in den Interzellularraum zwischen die Keratinozyten reichen oder die locker umliegenden Cytokeratine. Die Merkelzelle exprimiert Intermediärfilamente vom Cytokeratintyp (CK 20 hervorzuheben). Mit Hilfe spezifischer Antikörper kann die Merkelzelle so immunhistochemisch nachgewiesen werden. Merkelzellen sind disseminiert im Stratum basale der interfollikulären Epidermis verteilt, an Handinnenflächen und Fußsohlen sind sie akkumuliert in großer Zahl in der Nähe von Drüsenausführungsgängen vorzufinden. In Haarfollikeln findet man sie in der Basalzellschicht der äußeren Wurzelscheide sowohl ober- als auch unterhalb des Talgdrüsenausführungsgangs. Nahe der Haarfollikel gibt es in geringer Zahl sog. „Haar- oder Tastscheiben“, die auch als „Touch-Domes“ bezeichnet werden. Das sind pilzförmig verdickte Epidermisabschnitte, in denen Merkelzellen ebenfalls akkumuliert vorliegen. Es ist noch unklar, ob Merkelzellkarcinome, agressive neuroendokrine Carcinome der Haut mit ausgedehnter Metastasierungstendenz, aus Merkelzellen entstehen. Die Zielsetzung der Dissertation ist die immunhistochemische Charakterisierung von Merkelzellen in unterschiedlichen Lokalisationen der Haut und somit die Klärung der Frage, ob es in menschlicher Haut verschiedene Populationen von Merkelzellen gibt. Anschließend werden diese Ergebnisse dann mit aus der Literatur bekannten Erkenntnissen für MCC verglichen.

Kurzfassung auf Englisch: Human Merkel cells were first described by Friedrich S. Merkel in 1875 and named "Tastzellen" (touch cells) assuming a sensory touch function within the skin. Only ultrastructural research revealed their characteristics such as dense-core granules, plasma membrane spines and dendrites as well as a loosely arranged cytoskeleton. Biochemical analysis identified the expression of very specific cytokeratins (most notably CK 20) allowing the immunohistochemical detection of Merkel cells. In humans, they occur within the basal epidermis, being concentrated in eccrine glandular ridges of glabrous skin and in Haarscheiben of hairy skin, within belt-like clusters of hair follicles, and in certain mucosal tissues. Within the human skin, the dense-core granules contain heterogeneously distributed neuropeptides, some of which might work as neurotransmitters through which Merkel cells and their associated nerves exert their classical function as slowly adapting mechanoreceptors type I. This is the case in the Haarscheiben, small sensory organs containing keratinocytes with a special program of differentiation that includes the expression of CK 17 and Ber-EP4. Other peptides may act as growth factors and thus might participate in growth, differentiation and homeostasis of cutaneous structures. It is not yet clear whether the Merkel cell carcinomas, aggressive skin carcinomas, indeed arise from Merkel cells. We summarize and discuss data on the distribution, function and heterogeneity of human Merkel cells in normal and diseased skin.

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