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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39655
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/3965/


Wirkung des Mistellektin-I auf das Wachstums- und Metastasierungsverhalten der humanen Melanomzelllinie MV3 in vivo in einem Xenograftmodell mit scid- und pfp/rag2-Mäusen

Sander, Franziska

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SWD-Schlagwörter: Melanom , SCID-Maus
Freie Schlagwörter (Deutsch): Iscador
Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schumacher, Udo (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 16.01.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Das maligne Melanom ist ein bösartiger, früh metastasierender Tumor der Haut, welcher sich besonders durch aggressives Wachstumsverhalten sowie ausgeprägte Resistenz gegenüber konservativer Therapie bei eingetretener Metastasierung auszeichnet. Die in den letzten Jahren zusätzlich rapide ansteigende Inzidenz verdeutlicht die dringende Notwendigkeit alternativer Therapieansätze.
Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, zu überprüfen, inwiefern die Anwendung des Naturheilmittels Iscador® eine valide Alternative zur Behandlung des malignen Melanoms in vivo darstellt. Hierbei wurden sowohl die antiproliferative und antimetastatische Wirkung anhand von Primärtumorwachstum sowie intra- und extravasaler pulmonaler Metastasierungsrate, als auch die immunmodulatorische Wirkung anhand von Induktion der Einwanderung dendritischer Zellen in den Primärtumor bewertet. Für die präzisere Analyse des Wirkmechanismus wurden die zwei unterschiedlich immundefizienten Mausarten scid und pfp/rag2 hinsichtlich dieser Parameter einander gegenübergestellt.
Die Untersuchungen zeigten, dass bei insgesamt signifikant geringerem Primärtumorgewicht der pfp/rag2-Mäuse in keiner Mausart eine antiproliferative Wirkung von Iscador® zu erzielen war.
Auch bezüglich der extravasalen Metastasierung fand sich kein hemmender Effekt von Iscador®. Hier wiesen die pfp/rag2-Gruppen signifikant erhöhte Werte auf, welches hauptsächlich auf einen bedeutenden Anteil an EZ e zurückzuführen war, der sich in den scid-Gruppen nicht fand. Die intravasale Metastasierung zeigte in der scid-Gruppe unter der höchsten Iscador®-Konzentration eine leichte Reduktion, während die pfp/rag2-Gruppen unbeeinflusst blieben. Eine positive, teilweise auch hochsignifikante Korrelation zwischen Primärtumorgewicht und Gesamtmetastasierung konnte für alle Mausgruppen bereits ab dem geringsten Tumorgewicht nachgewiesen werden.
Eine Induktion der Einwanderung dendritischer Zellen in den Primärtumor konnte weder für die scid- noch für die pfp/rag2-Mäuse erzielt werden, der Anteil dendritischer Zellen erwies sich jedoch in allen pfp/rag2-Gruppen gegenüber den scid-Gruppen als erhöht.
Eine molekulargenetische Analyse des Anteils zirkulierender Tumorzellen im Blut ergab für beide Mausarten eine kontinuierliche Zunahme disseminierter MV3-Zellen unter steigender Iscador®-Dosierung, welche sich bei den scid-Mäusen vor allem in der 10 ng/kg KG-, bei den pfp/rag2-Mäusen insbesondere in der 30 ng/kg KG-Gruppe fand.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass sich Iscador® in seiner Wirkung deutlich von der des isolierten ML-I unterscheidet. Es ergibt sich hieraus der dringende Bedarf an weiterer Analyse der genauen Wirkmechanismen, nicht zuletzt auch hinsichtlich der neben dem ML-I in Iscador® enthaltenen Substanzen.

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