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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39678
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/3967/


Versorgungsqualität bei chronischen Wunden: Gesundheitsökonomische Bewertung der Behandlung des Ulcus cruris in Hamburg

Cost-of-Illness of ulcus cruris in Hamburg and surrounding area in 2006

Brocatti, Leyla Kirstin

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SWD-Schlagwörter: Unterschenkelgeschwür , Krankheitskosten
Freie Schlagwörter (Deutsch): Cost-of-illness , Ulcus cruris
Freie Schlagwörter (Englisch): Ulcus cruris , cost-of-illness , chronic leg ulcers , treatment costs
Basisklassifikation: 44.93
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Augustin, Matthias (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.01.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 15.01.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Chronische Wunden sind in der Bundesrepublik Deutschland von hoher sozioökonomischer Bedeutung. In der Bundesrepublik leiden rund 2-3 Millionen Menschen an chronischen Wunden, d.h. Wunden, die nicht spontan heilen. Allerdings existieren bisher wenige Daten zur Versorgung von chronischen Wunden.

Im Rahmen einer nicht-interventionellen, nicht selektierenden Beobachtungsstudie wurde mit einem standardisierten Fragebogen bei 502 Patienten mit Ulcus cruris im Großraum Hamburg versorgungsrelevante sozioökonomische Daten erhoben. Die Rekrutierung erfolgte bei Wundversorgern unterschiedlichster Fachrichtungen aus dem ambulanten und stationären Bereich.
Die Fragestellung dieser Arbeit konzentrierte sich auf die Evaluierung der Krankheitskosten und ihrer Gegenüberstellung in Relation zur gemessenen Versorgungsqualität.
Auf Grund der Hypothesenbildung bestand zunächst die Notwendigkeit die unterschiedlichen Kostenfaktoren aufzuschlüsseln. Dabei stellte sich heraus, dass die Kosten zur Behandlung des Ulcus cruris sowohl auf Grund des Pflegeaufwandes als auch der Preise für Verbandsmaterialien sehr viel höher waren als bei anderen Hauterkrankungen. Am kostenintensivsten stellte sich in der Gesamtkostenhierarchie die stationäre Behandlung dar. Die Gesamtkosten für Verbandsmaterialien schlugen höher zu Buche als die ambulanten Pflegekosten. Innerhalb der ambulanten Pflegekosten stellten die Arzthonorare auf Grund der Honorar-Deckelung den kleinsten Posten dar. Einen größeren Kostenanteil beanspruchten die Pflegedienste und die als virtuelle Pflegekosten gerechneten nicht-professionellen Wundversorger (z.B. Ehepartner).
Bezüglich der Versorgungsqualität wurden die erstellten Versorgungsindizes mit den Behandlungskosten korreliert. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass eine „ausreichende“ Wundversorgung gewährleistet war. Unter Berücksichtigung des Gesamtversorgungsindexes wurde die Hypothese, dass eine „ausreichende“ Wundversorgung kostenintensiver ist als eine „nicht ausreichende“ Wundversorgung, verifiziert. Auf Grund des Studiendesigns ist allerdings keine Aussage darüber zu treffen, wie sich die Rentabilität bei langfristiger Versorgung darstellt. Deshalb konnte im Gegensatz zu den meisten Publikationen kein kostensenkender Effekt der modernen Wundtherapie festgestellt werden.
Insgesamt stellt sich anhand der erhobenen Daten ein positives Bild der Versorgung dar. Es deutet ferner alles darauf hin, dass in der Bestandsaufnahme eine „ausreichende“ Versorgung teuerer ist als eine „nicht ausreichende“ Wundversorgung.
Kurzfassung auf Englisch: There is little information concerning the medical care of ulcus cruris and its cost-of-illness. The aim of the present study was to collect data on the outcome-quality, the health-related quality of life and the cost-of-illness generated by ulcus cruris in Hamburg.

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