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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39858
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/3985/


Das Proliferationsverhalten von humanen Neuroblastomzellen unter niedermolekularen Substanzen

Schulz, Dorothea

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Neuroblastomzellen , 4-Phenylbutyrat , Phenylalanin
Basisklassifikation: 44.34
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schumacher, Udo (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 11.02.2009
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Arbeit wurde die Reaktion von Neuroblastomzelllinien auf verschiedene, potentiell
neurotoxische Substanzen untersucht. Die Stoffe Phenylalanin, 3-Hydroxy-Glutarsäure,
Leucin und Leukotrien C4 werden als Ursache für neuronale Veränderungen bei einigen
Stoffwechselerkrankungen diskutiert. 4-Phenylbutyrat, eine dem Phenylalanin strukturverwandte
Substanz, wird als neuroprotektiv beschrieben und als Chemotherapeutikum
bei verschiedenen Krebserkrankungen eingesetzt.
Unter den verschiedenen Substanzen zeigten sich sehr heterogene Wachstumsreaktionen
der einzelnen Neuroblastomlinien. Nur 4-Phenylbutyrat bewirkte eine konzentrationsabhängige
Proliferationsminderung aller Zelllinien. Weiterführende Versuche mit dem
Laser Scanning Cytometer zeigten weder eine einheitliche Veränderung des Zellzyklus
noch einen Zusammenhang zwischen modifizierten Zellzyklen und der Stärke der Wachstumsinhibition.
Während der Versuche festgestellte morphologische Veränderungen der
Zelllinien wiesen auf einen differenzierenden Einfluss von 4-Phenylbutyrat hin, doch auch
hier zeigten sich keine einheitlichen Reaktionen.
Im Vergleich mit der Literatur stellte sich heraus, dass das Wachstum der getesteten
humanen Zelllinien ein guter Indikator für die Neurotoxizität von niedermolekularen Metaboliten
ist. Es konnte aber keine Zelllinie gefunden werden, die besonders sensibel auf
alle getesteten Substanzen reagierte.
Die Heterogenität der gewonnenen Ergebnisse kann auf den malignen Charakter der
Neuroblastomzellen zurückzuführen sein. Das unterschiedliche Wachstumsverhalten der
einzelnen Zelllinien könnte darauf hindeuten, dass unterschiedliche Mechanismen die Reaktion
auf die einzelnen Metabolite steuern. Die Amplifikation des N-myc-Onkogens, die
häufig eine Rolle bei der Entstehung und Proliferation maligner Zellen spielt, scheint
keinen Einfluss auf die Reaktionsweisen der untersuchten Neuroblastomzelllinien auf die
Metabolite zu haben. Hier sind weitere Untersuchungen notwendig, um die einzelnen Regulationsmechanismen
aufzuklären, die zu den unterschiedlichen Wachstumsreaktionen
der Zelllinien geführt haben.

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