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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39982
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/3998/


Der Einfluss von Seebergen auf Zooplanktongemeinschaften

The impact of seamounts on zooplankton communities

Martin, Bettina

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SWD-Schlagwörter: Atlantischer Ozean , Zooplankton , Tiefseeberg , Meeresökosystem
Freie Schlagwörter (Englisch): seamount , zooplankton , atlantic
Basisklassifikation: 42.94
Institut: Biologie
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: St. John, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.11.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 11.02.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Ozeanische Seeberge sind in den letzten Jahrzehnten zunehmend in den Blickpunkt wissenschaftlicher Forschung gerückt. Gründe dafür sind Berichte über Fischreichtum, hohe Diversität der Fauna und eine erhöhte Anzahl an endemischen Arten an Seebergen. Es wird dabei angenommen, dass Seebergökosysteme besonders empfindlich auf die Ausbeutung durch Fischerei reagieren. Diese Berichte beziehen sich in den meisten Fällen auf Beobachtungen an pazifischen Seebergen; über atlantische Seeberge liegen bisher nur wenige Informationen vor. Die Steuermechanismen dieser Ökosysteme sind bisher weitgehend ungeklärt. Weder ist die Grundlage der Nahrungsnetze nachgewiesen, noch sind der Einfluss von Höhe, Form und geographischer Lage der Berge auf die ansässige Fauna genauer untersucht. Das Zooplankton, insbesondere Copepoden, nimmt eine Schlüsselrolle in allen marinen Nahrungsnetzen ein. In der vorgelegten Arbeit werden die Verteilung und Zusammensetzung des Zooplanktons an Seebergen mit der im freien Ozean verglichen, um den Einfluss der Topographie auf diese Faunengruppe und ihre Rolle im Seebergökosystem zu untersuchen. Dafür wurden vier Seeberge im Nordost-Atlantik beprobt und die Biomasse, Abundanz und taxonomische Zusammensetzung des Zooplanktons an verschiedenen Lokationen an den Bergen und ozeanischen Referenzstationen untersucht. Ausserdem wurde anhand von Fängen benthopelagischer Fische an einem der Berge deren Zusammensetzung, Altersstruktur und Nahrung untersucht, um mögliche Räuber-Beutebeziehungen aufzuklären. Anhand biochemischer Untersuchungen wurde die Hypothese von lokal erhöhter Produktion geprüft. An keinem der Berge konnte eine Akkumulation des Zooplanktons festgestellt werden, im Gegenteil waren die Bestände über den Gipfeln der flachen Berge verglichen mit den Hängen und dem offenen Wasser deutlich reduziert. Diese Reduzierung betraf insbesondere die größeren Größenklassen. Die Untersuchung der Stoffwechselraten des Zooplanktons ergab ebenfalls keinen deutlichen Nachweis lokal erhöhter Produktion an den Seebergen. Auch die Bestände der benthopelagischen Fischfauna waren nicht erhöht und entsprachen denen aus bathyalen Tiefen höherer Breiten. Die möglichen Gründe für diese Ergebnisse werden in den vorgelegten Publikationen diskutiert.

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