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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40164
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4016/


Bedeutung des Fanconi-Anämie F-Gens für die Entstehung hämatologischer Malignome im Kindesalter und Etablierung eines halbautomatisierten Screeningverfahrens für die Fanconi-Anämie Gene A, C, F und G mittels DHPLC

Wierzbinski, Jan

Originalveröffentlichung: (2008) Rischewski J, Wierzbinski J, Schneppenheim R (2002) Detektion von Sequenzvariationen im Fanconi-Anämie-A-Gen unter Verwendung der DHPLC. In Detlev Schindler, Holger Höhn (Hrsg.) Fanconi Anämie, medizinischegenetik edition Bd. 2, München
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SWD-Schlagwörter: Fanconi-Anämie
Freie Schlagwörter (Deutsch): DHPLC , Fanconi , Fanconi-Anämie F-Gen
Basisklassifikation: 44.67 , 44.81 , 44.48 , 44.03 , 44.86
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schneppenheim, Reinhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.01.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 03.03.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die Fanconi-Anämie ist eine seltene, vornehmlich autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung, die durch kongenitale Fehlbildungen, progredientes Knochenmarksversagen und erhöhtes Auftreten von malignen Folgeerkrankungen auffällt. Zelluläres Kennzeichen der Erkrankung ist die erhöhte Chromosomenbrüchigkeit, die zum Teil spontan, vor allem aber durch alkylierende Substanzen wie zum Beispiel Diepoxybutan auftritt. Den Fanconi-Proteinen wird eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Genomstabilität sowie der DNA-Reparatur zugeschrieben.
Von den malignen Erkrankungen bei FA-Patienten tritt die AML am häufigsten auf. Unklar ist, ob auch Heterozygotie in den Fanconi-Genen ein Risikofaktor für die Enstehung einer AML ist. In dieser Arbeit wurde die Rolle des Fanconi-F-Gens untersucht, indem ein Patientenkollektiv mit Kindern, bei denen eine bösartige hämatologische Erkrankung (vor allem AML) vorliegt, auf ein erhöhtes Auftreten von Heterozygotie in den Fanconi-Genen gegenüber einem Normalkollektiv untersucht wurde. Hierbei wurde aus peripheren Leukozyten gewonnene DNA in den fünf definierten Abschnitten des Fanconi-F-Gens durch PCR vervielfältigt und anschließend das Screening mit der denaturierenden High Performance Liquid Chromatography durchgeführt. Es wurde eine Veränderung gefunden, eine Pathogenität kann durch diese Arbeit nicht ausgeschlossen werden. Der Vergleich mit dem Normalkollektiv spricht aufgrund der fehlenden Signifikanz jedoch gegen eine Bedeutung als Risikofaktor.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wurde ein halbautomatisiertes Screeningverfahren für die Fanconi-Gene A, C, F und G mit den insgesamt 72 Exons etabliert. Für das Fanconi-A-Gen konnten die Daten einer zuvor durchgeführten Optimierung übernommen werden. Es wurde auf einer mit entsprechenden Primern vorbeladenen Mikrotiterplatte die DNA in einem Temperatur-gradienten-Cycler durch PCR bei unterschiedlichen Temperaturen amplifiziert. Im nächsten Schritt folgte nach Optimierung der DHPLC-Bedingungen durch Schmelzkurven, Softwarevorhersage und Probeläufe mit bekannt aberranten Proben die Analyse der unbekannten Proben. Die Retentionsmuster wurden dann mit bekannten Retentionsmustern verglichen.
Für alle 72 Exone wurden Bedingungen für ein Mutationsscreening mittels DHPLC definiert. Durch die hohe Spezifität der Retentionsmuster kann der Sequenzierbedarf und damit auch der Kostenaufwand erheblich verringert werden. Die DHPLC ist geeignet für die Erkennung und Reproduzierbarkeit bekannter Veränderungen sowie für das Screening noch unbekannter Veränderungen in den Fanconi-Genen A, C, F und G.

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