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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40405
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4040/


Untersuchungen von genetischen Alterationen in sporadischen Mamma- und Kolonkarzinomen

Tsimtsiri, Anthi

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Basisklassifikation: 44.48
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Singh, Surjit (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.02.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 24.03.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Arbeit war genetische Alterationen von Tumorzellen in sporadischen Mamma-und Kolonkarzinomen als molekulare Prognosefaktoren, insbesondere von Verlusten der Heterozygotie als Hinweis auf mögliche Loci von Tumorsuppressorgenen zu untersuchen, und zweitens den Nachweis von somatischen Mutationen bei sporadischen Tumoren in dem bei erblichen Mamma- und Ovarialkarzinomen in der Keimbahn häufig mutierten BRCA1 Gen zu erbringen.
Für Untersuchung zum Verlust der Heterozygotie (LOH) in den chromosomalen Regionen 13q13, 17q12-21 und 19q13 wurde DNA aus Gewebeproben von 44 sporadischen Mammakarzinomen und 10 Kolonkarzinomen im Vergleich zur DNA aus dem peripheren Blut der Patienten mit 6 verschiedenen Mikrosatellitenmarkern analysiert. Am häufigsten wurden genetische Alterationen mit dem Marker D17S855 gefunden. Die mit den hier verwendeten Mikrosatelltenmarkern nachgewiesenen Raten genetischer Alterationen zeigten in dem exakten Test nach Fischer keine statistisch signifikante Korrelation zu gesicherten histopathologischen Prognosefaktoren wie Nodalstatus, Grading, Östrogen- und Progesteronrezeptorstatus und Lokalisation der Tumroen, so dass diesen genetischen Alterationen in diesem Patientenkollektiv keine prognostischen Relevanz zukommt.Durch Mutationscreening mit der SSCP- und Heteroduplex-Methode und nachfolgende Sequenzierung auffälliger Proben konnten bei 44 sporadischen Mammakarzinomen keine somatischen Mutationen in den Exons 2,5 und 20 des BRCA1 Gens nachgewiesen werden. Ebenso erbrachten die mittels der Allelspezifischen Oligonucleotid (ASO)-Technik durchgeführten Untersuchungen zum Nachweis zweier bei erblichen Mammakarzinomen häufig vorkommender Mutationen, der 5832 Insertion C im Codon 1756 des Exons 20 und 185 del AG-Mutation im Codon 23 des Exons 2, keine positiven Befunde bei 44 sporadischen Mammakrzinomen und 10 Kolonkarzinomen.
Diese Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass im Gegensatz zu erblichen Mammakrzinomen für die Pathogenese sporadischer Mammakarzinome, weniger Mutationen des BRCA1 Gens als wie berichtet vielmehr eine veränderte Regulation der Expression des BRCA1 Gens eine Rolle zu spielen scheint. Diese Tatsache sollte bei weiteren Untersuchungen zur Etablierung molekularer Prognoseparameter sporadischer Tumore Berücksichtigung finden.

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