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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40644
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4064/


Entwicklung einer evidenzbasierten Entscheidungshilfe zur Primärprävention von Herzinfarkt bei Typ 2 Diabetes

Development of an evidence-based decision aid on primary prevention of myocardial infarction for patients with type 2 diabetes

Lenz, Matthias

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (6.021 KB) 


SWD-Schlagwörter: Patienteninformation , Entscheidungsunterstützung , Primärprävention , Herzinfarkt , Diabetes mellitus
Freie Schlagwörter (Deutsch): Evidenzbasierte Entscheidungshilfen , partizipative Entscheidungsfindung , Komplexe Interventionen
Freie Schlagwörter (Englisch): Eveidence-based patient decision aids , Informed choice , Shared decision making , Empowerment , complex interventions
Basisklassifikation: 44.10
Institut: Chemie
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mühlhauser, Ingrid (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.10.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 24.03.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Kern der vorliegenden Dissertation ist die Entwicklung und Evaluation einer evidenzbasierten
Entscheidungshilfe zur Primärprävention von Herzinfarkt bei Typ 2 Diabetes. Ziel der
Entscheidungshilfe ist es, Menschen mit Typ 2 Diabetes zu unterstützen, informierte
Entscheidungen für oder gegen Maßnahmen zur Herzinfarktprävention zu treffen.
Entwicklung und Evaluation der Entscheidungshilfe sind Teil eines übergeordneten
Projektvorhabens, in dem auf Basis der Entscheidungshilfe ein Entscheidungshilfeprogramm
entwickelt werden soll. Das Entscheidungshilfeprogramm wird weitere Elemente beinhalten,
die zur Entscheidungsfindung beitragen, wie z.B. ein einführendes Schulungsmodul für die
Anbieter der Entscheidungshilfe.
Die Entscheidungshilfe wurde auf Basis eines Studienprotokolls nach internationalen
Qualitätskriterien entwickelt. Verständlichkeit und Vollständigkeit wurden qualitativ
evaluiert. Auf Basis der Analysen wurde ein Ergänzungs- und Überarbeitungsbedarf
festgestellt; die Überarbeitung wurde durchgeführt. Die Ergebnisse der qualitativen Studie
werden in einer Zeitschrift mit externem Begutachtungsverfahren veröffentlicht. Das
Studienprotokoll und die Entscheidungshilfe sind dieser Dissertation beigefügt.
Die Dissertation ist eine kumulative Arbeit. Sie umfasst mehrere wissenschaftliche Studien
die zur Entwicklung und Evaluation der Entscheidungshilfe beigetragen haben. Die
Publikationen sind Teil der Dissertation und als Anlage beigefügt. Sechs der neun Beiträge
sind in Zeitschriften mit externem Begutachtungsverfahren veröffentlicht worden.
Der erste Beitrag beschreibt die systematische Recherche nach in deutscher oder englischer
Sprache verfügbaren evidenzbasierten Entscheidungshilfen für Menschen mit Typ 2 Diabetes.
Belegt wird, dass solche Entscheidungshilfen international nicht zur Verfügung stehen oder
über übliche Recherchestrategien nicht zu identifizieren sind.
Der zweite Beitrag beschreibt die systematische Recherche nach in deutscher oder englischer
Sprache verfügbaren Instrumenten zur Prognose des Herzinfarktrisikos, sowie deren kritische
Analyse. Es wird gezeigt, dass die derzeit verfügbaren Instrumente unzureichend validiert
sind.
Mit dem dritten Beitrag wurde der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zur Entwicklung
und Evaluation von evidenzbasierten Entscheidungshilfen systematisch recherchiert und
kritisch begutachtet. Auf Basis dieser Bestandsaufnahme wurde ein Vorschlag zur
transparenten und validen Entwicklung und Evaluation von Entscheidungshilfen vorgelegt.
Der vierte Beitrag ist eine systematische Übersichtsarbeit über die methodischen
Herausforderungen bei systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen komplexer
Interventionen im Bereich Diabetes und Hypertonie. Es wurde belegt, dass die Methoden der
analysierten Übersichtsarbeiten nicht geeignet sind, die Evidenz solcher komplexen
Interventionen angemessen zu begutachten.
Im fünften Beitrag wurde der wissenschaftliche Kenntnisstand zur Entwicklung und
Evaluation von evidenzbasierten Entscheidungshilfen aktualisiert. Diese Arbeit stellt insofern
die Weiterentwicklung des dritten Beitrags dar. Beschrieben werden Entwicklung und
Validierung des Instruments MATRIX zur systematischen Entwicklung und Evaluation von
Entscheidungshilfen.
Der sechste Beitrag beinhaltet das Studienprotokoll für die Evaluation von Lesbarkeit und
Verständlichkeit der im Rahmen dieser Promotionsarbeit entstandenen evidenzbasierten
Entscheidungshilfe.
Der siebte Beitrag stellt eine systematische Literaturrecherche und kritische Analyse in
deutscher Sprache verfügbarer validierter Instrumente zur Erhebung von
Patientenzufriedenheit im ambulanten Bereich dar. Es wird gezeigt, dass die analysierten
Instrumente nicht geeignet sind, die Qualität der ambulanten Versorgung aus
Patientenperspektive abzubilden.
Der achte Beitrag ist eine Expertise zur Morbidität und Mortalität von Übergewicht und
Adipositas bei Erwachsenen. Die Expertise beinhaltet eine systematische Literaturrecherche
sowie eine kritische Analyse der identifizierten Literatur.
Der neunte Beitrag ist ein Beitrag zu dem Buch Shared decision making in health care:
achieving evidence based patient choice. Das Buch beinhaltet einen inhaltlichen und
methodischen Überblick des Status quo der gegenwärtigen Forschung und der Zukunft zu den
Themen Shared decision making und Entscheidungshilfen bei chronischen Erkrankungen.
Ingrid Mühlhauser und ich haben gemeinsam das Kapitel Decision Aids in Diabetes verfasst.
Kurzfassung auf Englisch: This dissertation comprises the development and evaluation of an evidence-based decision aid
for people with type 2 diabetes who consider primary prevention of myocardial infarction.
The decision aid aims to support shared informed decision-making.
Development and evaluation of the decision aid are part of a superordinate project, which
includes development and implementation of an informed decision-making programme based
on this decision aid. The decision-making programme will comprise further active elements
facilitating the decision making processes (e.g. an introductive education module for
providers).
Development and evaluation of the decision aid were based on a study protocol according to
current international quality criteria. Perceivability, usefulness, and completeness were
evaluated qualitatively. Needs for revision were defined; revision was undertaken. The
qualitative study will be published in a peer-reviewed scientific journal. The study protocol
and the decision aid are attached to this dissertation.
This dissertation comprises a number of scientific studies. All of these contribute to the
development and evaluation of the decision aid. The related publications are attached. Six of
these nine publications were published in peer-reviewed scientific journals.
The first article describes a systematic search for available evidence based decision aids in
German or in English language relevant for people with type 2 diabetes. It was found that
such decision aids were not available or not possible to identify with current database search
strategies.
The second article is a systematic review on current coronary risk assessment tools. It was
shown that validation of currently available tools is inadequate.
The third article includes a critical analysis of the current methodologies used for the
development and evaluation of evidence based patient decision aids. Based on this review,
alternative methods were proposed.
The fourth article is a systematic review about methodological challenges related to
systematic reviews and meta-analyses of complex interventions in diabetes care and
hypertension. It was shown that the identified methods are inadequate to appropriately
evaluate evidence on such complex interventions.
Within the fifth article we updated our analysis of the current methodologies used for the
development and evaluation of evidence based patient decision aids. Based on this review,
previous proposed methods were specified. In addition, the development of the MATRIX, an
instrument for transparent and critical appraisal of evidence patient decision aids was
reported.
The sixth part comprises the study protocol, on which development and evaluation of our
decision aid are based.
The seventh article is a critical analysis of available and validated instruments in German
language that are designed to explore patient satisfaction in ambulatory care. It is shown that
the identified instruments are inappropriate, to reflect the quality of ambulatory care from the
patients perspective.
The eighth part is an expertise on morbidity and mortality associated with excess body weight
or obesity in adults. The expertise comprises systematic searches and critical analyses of the
identified literature.
The ninth part is a chapter of the book Shared decision making in health care: achieving
evidence based patient choice. The book comprises a contextual and methodological
overview of the status quo, current research and the future of shared decision making, and
decision aids related to chronic diseases. Ingrid Mühlhauser and I contributed the chapter
Decision Aids in Diabetes.

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