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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40661
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4066/


Matrix Metalloproteinase 14 (MMP14) Expression in menschlichen Neoplasien: Eine Gewebearray-Untersuchung an 3555 Tumoren

Matrix metalloproteinase 14 (MMP14) expression in human neoplasms: A tissue microarray analysis of 3555 tumors

Keimer, Jakob Michael

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Freie Schlagwörter (Deutsch): MMP14 , MT1-MMP, Immunhistochemie , TMA
Freie Schlagwörter (Englisch): tissue microarray , prognosis , tumor , carcinoma , matrix metalloproteinase
Basisklassifikation: 44.47
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.02.2009
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 27.03.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Matrix Metalloproteinase 14 (MMP14) ist eine Endopeptidase mit Funktion bei Angiogenese und Umstrukturierung der extrazellulären Matrix und kann daher als mögliches Therapieziel für Medikamente wie Ro 28-2653 gesehen werden.
Infolgedessen besteht großes Interesse an einer Untersuchung, die zeigt, in welchen Tumortypen MMP14 besonders oft und in hoher Expressionsstärke zu finden ist. Die bisher durchgeführten Studien bezüglich der Expression von MMP14 beschränken sich allerdings auf kleine Tumorkollektive und sind zudem vielfach widersprüchlich. Mit der immunhistochemischen Untersuchung unseres Multi-Tumor Arrays aus insgesamt 3555 Gewebespots, die mehr als 120 verschiedene Tumorentitäten und 14 unterschiedliche Normalgewebetypen vereinen, gelang ein umfassender Überblick über die Expression von MMP14.
Erzielt wurde das Ergebnis in einem perfekt standardisierten Verfahren. Die TMA-Technik ermöglicht die Durchführung der Immunhistochemie nach standardisierten Protokollen, also mit für alle Proben identischen Reagenzien
und Konzentrationen, sowie die Auswertung sämtlicher Gewebeproben an lediglich einem Tag.
Insgesamt 3108/3555 (87,4%) der auf dem Multi-Tumorarray vorhandenen Tumoren waren auswertbar und bei insgesamt 554 von 3108 (17.8%) konnte eine membranöse Anfärbung mit dem anti-MMP14 Antikörper registriert werden. Positive Befunde waren besonders häufig bei lobulären Mammakarzinomen (79%), nicht-invasiven Urothel-Karzinomen (78%), duktalen Mammakarzinomen (76%), malignen Mesotheliomen (72%), Adenolymphomen der Speicheldrüse (71%) und muzinösen Mammakarzinomen (70%).
Zusätzlich zum Multi-Tumor Array wurde die Expression von MMP14 auch an Prognose-TMAs des Ösophagus (n=292) und Pankreas (n=213) untersucht. Weder im duktalen Adenokarzinom des Pankreas noch im Plattenepithelkarzinom und Adenokarzinom des Ösophagus fand sich ein relevanter Zusammenhang zwischen MMP14-Expression und Differenzierung,
TNM-Stadium oder Patientenprognose. Dies spricht gegen eine Rolle von MMP14 für die Progression dieser Tumoren.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass MMP14 aufgrund der gezeigten Präsenz in mehreren Tumorarten, wie den duktalen Mammakarzinomen, Adenokarzinomen der Lunge und serösen Ovarialkarzinomen als Therapieziel in Frage kommen sollte.

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