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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-40706
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4070/


Prosodische Aspekte in der Entwicklung der spanischen und französischen Klitika

Prosodic aspects in the development of the Spanish and French clitics

Kuchenbrandt, Imme

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Prosodie , Phonologie , Spanisch , Französisch , Historische Sprachwissenschaft , Pronomen
Freie Schlagwörter (Deutsch): Tobler-Mussafia-Gesetz
Freie Schlagwörter (Englisch): Tobler-Mussafia Law
Basisklassifikation: 17.15 , 17.53 , 18.22 , 17.55 , 18.31
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sprache, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Lleó, Conxita (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.11.2007
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 28.03.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Klitische Pronomina sind seit langem ein dankbarer Untersuchungsgegenstand. Dabei wird ihr phonologisches Verhalten oft als die prominente Eigenschaft aufgefasst, durch die sie identifi­ziert werden können, und die gleichzeitig ihr besonderes linguistisches Verhalten motivieren soll. Dies trifft auch auf die Objektklitika der altromanischen Sprachen zu. Sie unterlagen dem so genannten Tobler-Mussafia-Gesetz (TMG), gemäß dem sie nicht in der satzinitialen Posi­tion stehen dürfen. Dieses spezielle Stellungsmuster wurde bereits in den frühen Untersuchun­gen proso­disch begründet, da es auf die inhärente enklitische Eigenschaft der betroffenen For­men zurück­geführt wurde (Enklisetheorie, Meyer-Lübke 1897 u.a.). Dieser Ansatz wird bis heute gern übernommen, ohne ihn im Rahmen moderner phonologischer Modelle zu beleuch­ten.
Die vorliegende Arbeit fokussiert die Bereiche der Phonologie und Prosodie, ohne jedoch die Morphologie, Syntax oder Semantik auszuklammern. Zwei Punkte stehen im Zentrum der Unter­suchung. Zum einen werden die Eigenschaften verschiedener Klitik­typen untersucht und im Rahmen neuerer linguistischer Ansätze interpretiert. Es wird gezeigt, dass sich das ‘spe­zielle’ Verhalten der Klitika aus unabhängig begründeten Eigenschaften ableiten lässt; eine eigene Klasse der Klitika neben Wörtern und Affixen ist daher weder notwendig noch theore­tisch motivierbar. Zum anderen werden die Eigenschaften und die Stellungsmuster der kliti­schen Pronomina in altspanischen und altfranzösischen Prosatexten des späten 13. Jahrhun­derts untersucht. Es wird belegt, dass die Objektpronomina des Altspanischen zwar das typi­sche Stellungsmuster des Tobler-Mussafia-Gesetzes aufweisen, dass sie jedoch auch in Struk­turen auftreten, in denen eine phonologische Bindung nach links unmöglich ist. Die Enklise­theorie wird damit als Motivation für das TMG verworfen. Die Objektklitika der altfranzösi­schen Texte unterliegen bereits nicht mehr dem Tobler-Mussafia-Gesetz. Sie weisen jedoch ebensowenig wie die spanischen Objektklitika eine konstante phonologische Bindungsrich­tung auf. Die Klitika beider Sprachen werden bereits in den Texten des 13. Jahr­hunderts am schlüssigsten als funktionale Köpfe (X°) analysiert; d.h. das Tobler-Mussafia-Gesetz ist nicht an einen phrasalen Status (XP) der Klitika gebunden.
Kurzfassung auf Englisch: Clitic pronouns have received much attention during the past decades. Their prosodic and phonological characteristics are often used as their identifying properties, which serve as a motivation for their special linguistic behaviour. This holds for the clitic pro­nouns in Old Romance, too. They are subject to the so-called Tobler-Mussafia Law (TML), which prohibits their occurrence in sentence-initial position. This special posi­tioning is traditionally motiva­ted through the assumption that these clitics are inherently enclitic (Enclisis Theory, Meyer-Lübke 1897, a.o.). Even recent publications adopt this view without questioning its implica­tions for current phonological frameworks.
The present investigation focuses on the domains of phonology and prosody, but it integrates morphological, syntactic and semantic insights, as well. The aims of the study are two-fold. First, we investigate the properties of several clitic types and interpret them in the light of cur­rent linguistic models. It is shown that the ‘special’ behaviour of clitics results from their independently assumed properties. This means that a class of clitics, different from words and from affixes, is neither needed nor theoretically motivated. Second, we investigate the proper­ties and the positioning of clitic object pro­nouns in Old Spanish and Old French prose texts from the late 13th century. Although Old Spanish clitic pronouns are subject to the Tobler-Mussafia Law, they may occur within structures where a phonological binding to the left is impossible. We therefore reject the Enclisis Theory as a motivation for the TML. The Old French object clitics do not undergo the Tobler-Mussafia Law any longer. Like the Old Spanish clitics, they do not show a constant phonological binding. For both languages, object clitics are best analysed as functional heads (X°) from the 13th century on; this entails that the Tobler-Mussafia Law does not depend on the phrasal status (XP) of the clitic pronouns.

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Letzte Änderung: 21.11.13