FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-41100
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4110/


Die Bedeutung der Lokalisierung der neuralen Zelladhäsionsmoleküle NCAM und L1 in verschiedenen Membran-Mikrodomänen für Signaltransduktion und Neuritenwachstum in Mus musculus (Linnaeus, 1758)

Distinct lipid microdomains segregate signaling pathways induced by cell adhesion molecules NCAM and L1

Baraniec, Babett

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (5.160 KB) 


SWD-Schlagwörter: Biomembran , Raft , Neurales Zell-Adhäsionsmolekül , Zell-Adhäsionsmolekül , Protein-Tyrosin-Kinasen , Src-Proteine , Rezeptor-Kinasen , Rezeptor-Tyro
Freie Schlagwörter (Deutsch): Lipid raft , L1 , NCAM , src , fyn
Basisklassifikation: 42.15 , 35.79
Institut: Biologie
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mühlbach, Hans-Peter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.10.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 28.04.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Zelladhäsionsmoleküle sind Proteine, die in der Entwicklung des Nervensystems eine entscheidende Rolle spielen. Zwei wichtige Vertreter der neuralen Zelladhäsionsmoleküle sind L1 und NCAM. Beide Proteine haben die Möglichkeit, Signalkaskaden durch die Stimulation von Src-Kinasen zu aktivieren. Frühere Arbeiten zeigten, dass NCAM die Src-Kinase p59fyn aktivieren kann, indem es RPTPalpha in Lipid rafts rekrutiert und dort an PrP bindet, um den Proteinkomplex zu stabilisieren. Der dadurch induzierte MAPK-Signalweg resultiert in einer Verstärkung des Neuritenwachstums.
In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass für L1-vermitteltes Neuritenwachstum ähnliche Mechanismen in der Signalweiterleitung greifen. Durch Immunpräzipitationen wurde nachgewiesen, dass RPTPalpha mit L1 und der Src-Kinase p60src interagiert und für die Bildung des L1/p60src-Proteinkomplexes von großer Bedeutung ist.
Durch die Isolierung von Lipid rafts aus Mäusegehirnen und anschließende Western Blot-Analysen konnte eine geringe Menge von L1 in Lipid raft-Fraktionen identifiziert werden. Diese Ergebnisse lassen die Vermutung zu, dass L1 für die Aktivierung von p60src durch RPTPalpha temporär in Lipid rafts lokalisiert sein kann.
Um die von NCAM und L1 bevorzugten Lipid rafts zu analysieren, wurden mittels Immunisolationen L1- und NCAM-positive Membran-Mikrodomänen separiert und analysiert. Die Ergebnisse zeigten eine unterschiedliche Proteinzusammensetzung beider Lipid raft-Subtypen. Während L1 Lipid rafts bevorzugt, die mit dem GPI-verankerten Protein F3 und der Src-Kinase p60src angereichert sind, ist NCAM in Lipid rafts lokalisiert, die PrP und p59fyn enthalten. Western Blot-Analysen mit Lipid rafts, die aus L1- und F3-kotransfizierten CHO-Zellen isoliert wurden, bestätigten, dass F3 für die Lokalisierung von L1 in Lipid rafts von Bedeutung ist.
Anschließende Neuritenwachstumsexperimente und Western Blot-Analysen zeigten, dass L1 und NCAM einander kompensieren können, wenn eines der beiden Proteine fehlt. Weiterhin konnte beobachtet werden, dass die Expression von L1 und NCAM verstärk wird, wenn das jeweilige andere Zelladhäsionsmolekül abwesend ist.
Zusammenfassend zeigt die Arbeit, wie die artverwandten Moleküle L1 und NCAM ähnliche Signalwege anschalten können und dadurch die Möglichkeit haben, bei Abwesenheit eines der beiden Proteine kompensatorische Funktionen auszuüben. Dabei kommt den Lipid rafts eine entscheidende Rolle in der Aktivierung der L1- und NCAM-vermittelten Signalwege zu.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende