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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-41419
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4141/


Präsenz von humanen Papillomaviren (HPV) in oralen Schleimhautläsionen

Human papillomaviruses (HPV) in oral mucosal lesions

Ruthke, Alexander

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Freie Schlagwörter (Deutsch): oral , Schleimhaut , Lichen planus , Leukoplakie , HPV
Freie Schlagwörter (Englisch): oral , mucosa , lichen planus , leukoplakia
Basisklassifikation: 44.47
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Löning, Thomas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.04.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 23.07.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit zeigt die Präsenz von HPV-DNA und verschiedener HPV-Subtypen in Abstrichproben von oralen Schleimhautläsionen und von Abstrichen normaler Schleimhaut. Es erfolgte der spezifische Nachweis verschiedener Risikoklassen von HPV. Die unterschiedlichen Risikoklassen leiten sich aus dem onkogenen Potential in Bezug auf das Zervixkarzinom ab. Die herausragende Rolle von HPV in der Karzinogenese der meisten Zervixkarzinome ist bekannt.
Einmalig in der Karzinomprävention kann seit 2006 dieser infektiösen Genese des Zervixkarzinoms mit einem HPV-Impfstoff begegnet werden. Die HPV-Impfung verhindert die Infektion mit HPV und schützt auf diese Weise vor einem Karzinom.
Die Assoziation von HPV mit der Entwicklung oraler Karzinome scheint demgegenüber geringer ausgeprägt.
Wenig bekannt ist die Prävalenz von HPV in normaler Mundschleimhaut und in potentiell prämalignen Keratosen wie Leukoplakien oder dem Lichen planus. In dieser Arbeit wurden 29 Proben von Leukoplakien, 7 Proben von Lichen planus/erosivum, 4 Proben von unspezifischen Entzündungen, sowie 33 normale Mundschleimhautproben bearbeitet.
Der HPV-Nachweis ist in hohem Maße von den verwendeten Nachweismethoden abhängig. Dies konnte auch in dieser Untersuchung gezeigt werden, indem nach initialer PCR eine Reamplifikation erfolgte. Es resultierte eine deutlich erhöhte Nachweisrate von HPV-DNA.
Die Subtypisierung erfolgte mit einer Hybridisierung der PCR Produkte mit typspezifischen Oligonucleotidsonden. Die erforderlichen Waschlösungen und Temperaturprogramme wurden darauf abgestimmt und optimiert.
Mit der Kontrollgruppe von unauffälligen Schleimhautproben wurde in gleicher Weise verfahren.
Ein HPV-DNA Nachweis gelang in 22/29 der Leukoplakien, in 4/7 der Fälle von Lichen planus/erosivum und in 3/4 der unspezifischen Entzündungen. Demgegenüber fand sich in normaler Schleimhaut nur in einer von 33 Proben HPV.
In den Leukoplakien fand sich DNA des HPV-Typ-31 mit 12/29 am häufigsten. HPV-6/11-DNA wurde in 9/29 Fällen detektiert. Die High-risk HPV-Typen -16 und -18 waren in 7/29 bzw. in 3/29 Fällen nachweisbar. Mehrfachinfektionen mit verschiedenen Virustypen kamen vor, die einzige Mehrfachinfektion mit allen untersuchten HPV-Typen zeigte sich in der Probe einer verrucösen Leukoplakie.
Um eine prognostische Wertigkeit bezüglich der HPV-Infektion im Hinblick auf ein onkogenes Risiko abzugeben, bedürfte es einer prospektiven Studie.

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