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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-41521
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4152/


Strahlenexposition und ihr Risiko durch bildgebende Verfahren in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Radiation Exposure and the risks with imaging methods in Dentistry

Shin, Esther

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Röntgenaufnahmetechnik , Strahlenrisiko , Strahlenbelastung , Panorama-Aufnahme , Fernröntgenseitenbild , Strahlendosis , Dosimetrie , Krebs
Freie Schlagwörter (Deutsch): Thermoluzensdosimetrie , TLD 100H , Dichtekurve , Zahnfilm , Roentgentechnik , Alderson Phantom
Freie Schlagwörter (Englisch): Radiation , Risks
Basisklassifikation: 44.96 , 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rother, Uwe Jörg (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.04.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 04.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Bei einer Panoramaschichtaufnahme kann man die höchsten Dosiswerte im Nackenbereich
und Schädelbereich erfassen. Im Schädelbereich sind die gemessenen Strahlenexpositionen
überraschend hoch. Da das Strahlenbündel aufgrund der Schwenkbewegung immer diesen
Scheitelpunkt durchstrahlt, ist hier der Summierungsseffekt für Energiedosen so groß, dass
trotz der schon vorhandenen Abschwächung der Röntgenstrahlen die Werte keinen so großen
Dosisabfall verzeichnen. Den höchsten Dosiswert bei einer PSA betrug ca. 465 μGy
(Hautoberfläche Nacken). Zu den ermittelten Gonadendosen beträgt die gemittelte
Reduzierung 99,96 %.
Als Ergebnis ist festzuhalten, dass der geschätzte Wert für die effektive Dosis einer
Panorama-Schichtaufnahme ca. 5 μSv beträgt. Dieser Wert ergibt als Mittelwert von den
einzeln ermittelten Werten nach ICRP 99 (2005) und ICRP 60 (1991).Wird dieser Wert mit
dem Mittelwert der Risikokoeffizienten von 6,2 % Sv-1 (ICRP 2005) und 5,0 % Sv-1 (ICRP
1991) multipliziert, ergibt sich ein Strahlenrisiko von 2,8*10-5 % oder 2,8*10-7 oder 1 : 3,6
Millionen.
Bei einer Fernröntgenseitenaufnahme trifft die Strahlung auf einer Seite auf, daher ist der
Unterschied zwischen den Dosiswerten der linken und rechten Seite an der Oberfläche stark
ausgeprägt. In unseren Untersuchungen wurde das Phantom mit der rechten Seite zum Film
gestellt, so dass besonders im Kopfbereich die Unterschiede sehr hoch sind. Die Dosiswerte
an der linken Hautoberfläche sind bis zu 24 Mal höher als die Dosiswerte an der rechten
Oberfläche. Die höchsten Dosiswerte sind im Seitenzahngebiet messbar. Die kleinsten
Dosiswerte an der Hautoberfläche sind die an der Brustoberfläche, weil diese Messorte von
den Hautoberflächenmessorten am weitesten von dem Direktstrahl entfernt liegen. Die
Gonadendosen zeigen eine Dosisreduzierung von 99,9% zum höchstgemessenen Wert der
Seitenzahnregion links von 193 μGy.
Als Ergebnis ist hier festzuhalten, dass der geschätzte Wert für die effektive Dosis einer
Fernröntgenseitenaufnahme ca. 6 μSv beträgt. Dieser Wert ergibt als Mittelwert von den
einzeln ermittelten Werten nach ICRP 99 (2005) und ICRP 60 (1991). Wird dieser Wert mit
dem Mittelwert der Risikokoeffizienten von 6,2 % Sv-1 (ICRP 2005) und 5,0 % Sv-1 (ICRP
1991) multipliziert, ergibt sich ein Strahlenrisiko von 3,4*10-5 % oder 3,4*10-7 oder 1 : 2,9
Millionen.
Für die Auswertung der Zahnfilme ist es etwas schwieriger die Berechnungen nach den
Verfahren durchzuführen, wie es an den PSA und FRS Aufnahmen durchgeführt worden ist,
weil nur die Dosen am Zahnfilm direkt berechnet wurden, und keine Werte an den
verschiedenen Organen und Körperteilen gemessen werden konnten.
Es kann jedoch folgende Relation hergestellt werden:
Die Belichtungszeit einer PSA beträgt 19s. Die Belichtungszeit eines Zahnfilmes unter 1 s.
Die Durchschnittsdosis bei einem Zahnfilm beträgt 95 μGy, das entspricht einem Fünftel von
der Höchstdosis, die bei einer PSA gemessen wurde.
Daher werden die Werte der PSA durch 19 und 5 geteilt, um eine Aussage über die effektiv
Dosis und dem resultierendem Risiko machen zu können.
Das Ergebnis für die effektive Dosis einer PSA beträgt ca. 5 μSv. Wird dieser Wert mit dem
Mittelwert der Risikokoeffizienten von 6,2 % Sv-1 (ICRP 2005) und 5,0 % Sv-1 (ICRP 1991)
multipliziert, ergibt sich ein Strahlenrisiko von 2,8*10-5 % oder 2,8*10-7 oder 1 : 3,6
Millionen.
Wenn für einen Zahnfilm dieser Wert durch 19 und 5 geteilt wird, ergibt sich eine effektive
Dosis von 0,053 μSv und ein Strahlenrisiko von 2,9*10-7 % oder 2,9*10-9 oder 1: 345
Millionen.

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