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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-41560
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4156/


Stadienadaptierte Therapie der komplizierten Sigmadivertikulitis unter besonderer Berücksichtigung der programmierten Etappenlavage (ein Vergleich von Notfall- und Elektivpatienten vom 1997 bis März 2006)

Stadiumadapted therapy of complicated sigmadiverticulitis with special consideration to the programmed staged lavage ( a comparison between emergency and elective patients in the period 1997 - march 2006)

van der Most, Roel Frans

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SWD-Schlagwörter: Divertikulitis , Colon sigmoideum , Bauchfellentzündung , Relaparotomie , Laparoskopie , Minimal-invasive Chirurgie , Pelviskopie , Enterostomie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Sigmadivertikulitis , Etappenlavage , Laparoskopie , Sigmaresektion , Peritonitis
Freie Schlagwörter (Englisch): sigmadiverticulitis , staged lavage , programmed relaparotomy , laparoscopy , Hartmann operation
Basisklassifikation: 44.65 , 44.87
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Teichmann, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.05.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 02.07.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die Divertikulose hat als Colondivertikulose keinen Krankheitswert. Erst bei Divertikel- bedingten Beschwerden und/oder Komplikationen ist eine Therapie erforderlich. Jeder fünfte Patient wird symptomatisch und nur ca. 1% muss operiert werden. Bei einer komplizierten Divertikulitis können schwerwiegende Komplikationen auftreten. Dabei stellt die perforierte Sigmadivertikulitis mit Peritonitis ein akut lebensbedrohliches Krankheitsbild dar. Die richtige chirurgische Behandlung ist hierbei ganz entscheidend für den Krankheitsverlauf. In den letzten 15 Jahren hat sich das Konzept der Etappenlavage bei der Behandlung dieser Patientengruppe mit schwerer Peritonitis durchgesetzt und zu sehr guten Ergebnissen geführt. Im Rahmen der vorliegenden Studie soll anhand des eigenen Patientengutes überprüft werden, wie oft welches Behandlungskonzept und mit welchem Erfolg angewendet wurde. Spezielle Aufmerksamkeit wurde dabei dem Konzept der Etappenlavage (programmierte Relaparotomie) gewidmet.
Alle in der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie der Asklepios Klinik Altona Hamburg im Zeitraum von Januar 1997 bis März 2006 behandelten Patienten mit einer Sigmadivertikulitis (N=791) wurden retrospektiv analysiert.
Das Patientengut wurde in eine Elektiv- (N=611, 77,2%) und eine Notfall-Gruppe (N=180, 22,8%) eingeteilt. Bei 47% (N=372) wurde eine laparoskopisch assistierte Sigmaresektion durchgeführt (LAPA-Gruppe). 4,8% (N=38) der Patienten wurden in das Etappenlavage-Programm aufgenommen (ETL-Gruppe). In der Notfall-Gruppe waren mehr Männer repräsentiert. Bei 99,5% der Elektivpatienten, 91,7% der Notfallpatienten und 84,2% der ETL-Patienten konnte eine primäre Sigmaresektion oder Hemicolektomie mit primärer Anastomose durchgeführt werden. In der Elektiv-Gruppe sind bei 2,1% der Patienten, in der Notfall-Gruppe bei 6,1%, in der LAPA-Gruppe bei 2,4% und in der ETL-Gruppe bei 12,5% Anastomoseinsuffizienzen verzeichnet worden. In der Notfall- und ETL-Gruppe wurden mehr Splenektomien durchgeführt (OR 2,8 bzw. 22). Die Mortalität lag in der Elektiv-Gruppe bei 1,1%, in der Notfall-Gruppe bei 11,1%, in der LAPA-Gruppe bei 0,3% und in der ETL-Gruppe bei 21,1%.
Auch mit einem hohen primären Anastomose- und Laparoskopie-Anteil kann mit der Sigmaresektion in der Elektiv-, Notfall- und Etappenlavage-Situation eine mit der internationalen Literatur vergleichbare Erfolgsrate erreicht werden.

Zugriffsstatistik

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