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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-41698
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4169/


Die Rolle der zytorediktiven Operation bei Patienten mit malignen Gliomen

The role of cytoreductive operation in patients with malignant glioma

Schumacher, Wiebke

Originalveröffentlichung: (2008) Neurosurgery, March 2008, Volume 62, Number 3, Page 564-576
pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (514 KB) 


SWD-Schlagwörter: Resektion , Überleben , Glioblastom , Erwachsener
Freie Schlagwörter (Deutsch): Prognose
Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Pichlmeier, Uwe (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.06.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 29.06.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Anhand der von medac-GmbH initiierten, prospektiven, randomisierten, kontrollierten,doppel–blind gestalteten, nationalen, multizentrischen Phase–III–Studie ist die seit Jahrzehnten kontrovers diskutierte Rolle der zytoreduktiven Chirurgie in der Therapie bei Patienten mit Glioblastoma multiforme unter Berücksichtigung anderer prognostischer Parameter mit Hilfe des Cox-Regressionsmodells ausgewertet worden.

Obwohl zu der Fragestellung des Benefits der vollständigen Resektion keine Randomisierung stattgefunden hat, sind die beiden hier zu betrachtenden Gruppen (vollständige
Resektion und unvollständige Resektion) nicht nur annähernd gleich groß, sondern weisen auch in fast allen prognostisch relevanten Kovarianten identische Merkmale auf. Trotz der Unterschiede hat die Studie für die Fragestellung
der vollständigen Resektion die Stufe IIb nach evidenzbasierten Kriterien erreicht. Dies liegt in den strikten Erhebungskriterien begründet. Zudem stellt die Studie mit 243 ausgewerteten Patienten die weltweit größte,
prospektive Datensammlung zu der Fragestellung der vollständigen Resektion dar.

Das Ergebnis zeigt einen eindeutigen Vorteil für die vollständige Resektion mit einer
Hazard-Ratio von 1,752 bezüglich der Gesamtüberlebenszeit. Daneben beeinflussen der Karnofsky-Performance-Score und das Alter die Überlebenszeit, wenn auch diese beiden Parameter keine so große Auswirkungen wie die vollständige
Resektion besitzen.

Somit ist valide nachgewiesen, dass die vollständige Resektion einen generellen Benefit aufweist. Dieses Ergebnis wird durch die Studie von Vuorinen V et al. aus dem
Jahr 2003 gestützt, bei der die Autoren zu dem Ergebnis gelangen, dass Patienten mit Biopsie im Vergleich zu der Gruppe mit vollständiger Resektion ein fast dreifach erhöhtes Sterberisiko besitzt.

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