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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42226
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4222/


Auswirkungen der geburtsvorbereitenden präpartalen Akupunktur auf das Geburtsereignis bei Erst- und Mehrgebärenden

The effekt of prepartal acupuncture on labor for Nulli- and Multiparae and the outcome for the newborn

Szabados, Stefan

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SWD-Schlagwörter: Akupunktur , Neugeborenes , Auswirkung , Geburt , Apgar-Schema , Nabelschnur , Wasserstoffionenkonzentration , Nebenwirkung , Armplexusverletzung
Freie Schlagwörter (Deutsch): präpartal , Nulliparae , Multiparae , Geburtsdauer , Nebenwirkung
Freie Schlagwörter (Englisch): prenatal , acupuncture , labor , duration , nulliparous
Basisklassifikation: 44.92
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hüneke, Bernd (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.07.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 11.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: In den letzten Jahren wird die geburtsvorbereitende präpartale Akupunktur zunehmend in Kreissälen praktiziert. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Auswirkungen der geburtsvorbereitenden Akupunktur auf den Geburtsverlauf und auf das Outcome des Neugeborenen an einem eigenen Patientenkollektiv zu untersuchen.
Material und Methoden: 263 schwangere Patientinnen im Alter von 13 bis 43 Jahren (30,13 + 6,08 Jahre), die zwischen Januar 2001 und Juni 2002 in der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf entbunden wurden, wurden in diese Studie eingeschlossen. Bei einem Teil der Patientinnen (n=135) wurde die präpartale Akupunktur nach dem Mannheimer Akupunktur Schema nach Römer mit den Punkten M 36, MP 6, Gb 34 und ab der 38 SSW: BL 67 angewendet. Die nicht akupunktierten Patientinnen (n=128) dienten als Kontrollgruppe. Untersucht wurden die Einflüsse der präpartalen Akupunktur auf die Geburtsdauer, Geburtsverletzungen, Outcome des Neugeborenen und Nebenwirkungen der Akupunktur. Erst- und Mehrgebärende wurden dabei differenziert betrachtet.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine signifikante Verkürzung der Geburtsdauer bei akupunktierten Erstgebärenden (P= 0,050). Die mittlere Geburtsdauer in der Gruppe der akupunktierten Nulliparae betrug 463,51 + 222,16 Minuten im Vergleich zur Gruppe der nicht akupunktierten Nulliparae mit 528,08 + 244,19 Minuten. Das Outcome der Neugeborenen zeigte keine statistisch signifikanten Unterschiede (APGAR Werte, Nabelschnur-pH Werte und geburtstraumatischen Verletzungen der Neugeborenen). Bei der Auswertung der geburtstraumatischen Verletzungen der Gebärenden ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den akupunktierten Erst- und Mehrgebärenden und der Kontrollgruppe. Gravierende Nebenwirkungen der präpartalen Akupunktur traten bei den akupunktierten Patientinnen nicht auf. Als häufigste Nebenwirkung wurde eine postpunktionelle Müdigkeit und vermehrte Kindsbewegung genannt. Es waren vermehrt deutsche Schwangere, welche die Akupunktur in Anspruch nahmen.

Schlussfolgerung: Die geburtsvorbereitende präpartale Akupunktur geht bei Erstgebärenden mit einer signifikanten Geburtsverkürzung einher, von der die Schwangeren profitieren. Bei Mehrgebärenden zeigte sich kein signifikanter Einfluss der präpartalen Akupunktur auf die untersuchten Parameter. Daher ist die präpartale Akupunktur vor allem den Erstgebärenden Schwangeren als geburtserleichternde Maßnahme zu empfehlen.
Kurzfassung auf Englisch: The effect of prenatal acupuncture on the outcome of labor by nulliparous und multiparous and the newborn.

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