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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42393
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4239/


"Time's Busy Touch" - Das Phänomen der Beschleunigung in der Dichtung Matthew Arnolds

Dankers, Eva-Maria

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SWD-Schlagwörter: Viktoria <Großbritannien, Königin> , Arnold, Matthew , Lyrik , Beschleunigung <Motiv> , Fremdsprachige Literatur , Zeitmangel , Zeitwahrnehmung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Rosa, Hartmut
Basisklassifikation: 17.83 , 17.90 , 17.00
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Englisch
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dose, Gerd (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.05.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 07.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Die bisherige Forschung zu Arnolds dichterischem und kritischen Werk ist geprägt von den sich hierin manifestierenden widersprüchlichen Ergebnissen. So wird zwar bezüglich Arnolds Dichtung immer wieder dessen scharfsinnige und präzise Analyse der zeitgenössischen Epoche gepriesen – ein Verständnis, wie es auch Arnold selbst zu seinen Gedichten vertrat. Jedoch legen die bisherigen Untersuchungen von Arnolds Dichtung mit den großräumigen Begriffen, mit denen sie den gedanklichen Gehalt zu fassen suchen, nahe, dass dieser sich gar nicht klar bestimmen lasse. Zudem werden die Teilbereiche von Arnolds Werk zumeist als völlig dichotom und miteinander kaum vereinbar empfunden („There were then two Arnolds.“), versteht man Arnolds Dichtung doch als Ausdruck einer kraftlosen Rückzugsorientierung, während man in seinen kritischen Schriften das Werk des tatkräftigen, weltzugewandten Mittviktorianers erkennt. Überdies wird in Bezug auf Arnolds Dichtung einerseits immer wieder eine gewisse Angestaubtheit konstatiert, die mit der andernorts wiederholt hervorgehobenen überraschenden Aktualität seiner dichterischen Überlegungen unvereinbar erscheint. Auch das oft beklagte Defizit in Quantität und Qualität der Forschung zu Arnolds Gedichten verwundert angesichts der Tatsache, dass Arnold gemeinhin hinter Tennyson und Browning als wesentliche Größe der viktorianischen Dichtung verstanden wird.

Mithilfe der in der Dissertation durchgeführten thematischen Analyse von Arnolds Gedichten und der präzisen Fassung ihres gedanklichen Gehalts werden die beschriebenen Widersprüche aufgelöst. So wird nachgewiesen, dass sich Arnold in seiner Dichtung ausdifferenziert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Phänomen der Beschleunigung der Lebensgeschwindigkeit auseinandersetzt, indem er sowohl Ursachen und Ausprägungen als auch Auswirkungen und Vorschläge zur Lösung dieser Problematik dichterisch beleuchtet. Hiermit wird deutlich, dass Arnold klarsichtig ein ganz zentrales Charakteristikum der viktorianischen Epoche erkennt und analysiert, ist diese Zeit doch gerade durch rasante Veränderungen auf den verschiedensten Gebieten menschlichen Lebens und deren vielfältige psychische Auswirkungen gekennzeichnet. Zudem wird über den Vergleich der Gedanken des dichterischen mit denen des kritischen Werkes die deutliche Kontinuität zwischen diesen Teilbereichen von Arnolds Werk hervorgehoben.

Neben der thematischen Untersuchung der Gedichte und der Bezugnahme auf das kritische Werk wird auch die aktuelle soziologische Forschung berücksichtigt, insbesondere Hartmut Rosas Studie "Beschleunigung – Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne", in der Rosa das Phänomen der Beschleunigung der Lebensgeschwindigkeit als konstitutive Grunderfahrung der Moderne sowie der Spätmoderne versteht. Nicht nur die thematische Aktualität sondern auch grundsätzliche Parallelen der Argumentation in Arnolds Dichtung und der modernen soziologischen Forschung werden zur Erklärung der Tatsache herangezogen, dass immer wieder „(...) something very modern about Arnold (...)“ oder auch „(…) Matthew Arnold’s ‘surprising’ relevance to contemporary issues“ bemerkt wird.

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