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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42490
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4249/


Therapie des primären Mammakarzioms im Mammazentrum Hamburg von 1996 bis 2001 - Ergebnisse und Analysen

Sannwald, Ann-Katrin

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Mammakarzinom , Brustkrebs
Basisklassifikation: 44.92
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Friedrichs, Kay (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.06.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 24.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Das Mammakarzinom ist nicht nur die häufigste Krebsart bei Frauen, sondern mit einem Anteil von 17% der durch Krebs verursachten Todesfälle im Jahr 2004 auch die am häufigsten zum Tode führende.
Der Eindruck, der Standard der in den USA angebotenen medizinischen Versorgung sei höher als in Deutschland, ist in der Öffentlichkeit immer noch weit verbreitet.
Diese in Deutschland vermeintlich bestehende Versorgungslücke wird anhand eines Vergleiches der Versorgungsqualität von Patientinnen mit Mammakarzinom in Hamburg und urbanen Zentren der USA untersucht.
Die verwendeten Daten stammen zum einen aus der größten Krebsstatistik der USA (SEER) und repräsentieren hier eine multizentrische, flächendeckende Versorgung, der die interne Datenbank des Mammazentrum Hamburg als Beispiel für die größte unizentrische Versorgungseinheit in Hamburg gegenüber gestellt wird.

Wie für jegliche onkologische Therapie gilt auch in dieser Arbeit das Gesamtüberleben der Patientinnen als entscheidendes Güte- und Zielkriterium der Therapie.
Neben diesem wurde eine Vielzahl weiterer tumorassoziierter Parameter bestimmt, die aufgrund fehlender Daten aus der SEER-Datenbank jedoch zum Teil nur für das Patientengut des Mammazentrum Hamburg bestimmt werden konnten.

Die Ergebnisse der Überlebensanalyse dieser Arbeit zeigen mit einer relativen 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von 94,2% gegenüber 84% einen signifikanten Überlebensvorteil für Patientinnen, die im Mammazentrum Hamburg behandelt wurden. Diese Aussage ist aufgrund der vergleichbaren Stadienverteilung in beiden Kollektiven statistisch reliabel.

Eine mögliche Erklärung ist darin zu sehen,dass die standardisierte Therapie in einem deutschen Organzentrum der heterogenen Therapie in unterschiedlichen Einheiten, die in den USA zudem auch in ihrer Versorgungsqualität stark variieren, überlegen ist.

Die Arbeit erlaubt den Schluss, dass die Behandlung von Brustkrebspatientinnen im Mammazentrum Hamburg erfolgreicher ist als die der durchschnittlichen medizinischen Versorgung in den USA und räumt das Vorurteil aus, dass in Deutschland ein Versorgungsdefizit vorliegt. Diese Aussage wird noch bedeutsamer durch die Tatsache, dass die Ausgaben für die Gesundheitsversorgung in den USA proportional wie absolut größer sind als in der Bundesrepublik.

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