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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42541
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4254/


Das neuronale Zelladhäsionsmolekül L 1 als prognostischer Marker beim Kolonkarzinom

Timmermann, Sabine

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SWD-Schlagwörter: Dickdarmkrebs
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kolorektales Karzinom , L 1 Zelladhäsionsmolekül , Mikrometastasen
Freie Schlagwörter (Englisch): colorectal cancer , L1 cell adhesion molecule , micrometastasis
Basisklassifikation: 44.47 , 44.81 , 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Strate, Tim Gerrit (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.07.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 14.08.2009
Kurzfassung auf Deutsch: L1 ist ein neuronales Zelladhäsionsmolekül, welches an der invasiven Front kolorektaler Karzinome exprimiert wird und eine wichtige Funktion bei der Metastasierung von Tumoren besitzt.
Das Ziel der vorliegenden Doktorarbeit war es, die L1 Proteinexpression in einer großen Kohorte von Kolonkarzinompatienten zu bestimmen und den Einfluss auf die frühe Tumorzelldissemination und das Überleben zu untersuchen.
Es wurden insgesamt 375 chirurgisch resezierte Patienten mit einem kolorektalen Karzinom retrospektiv eingeschlossen. Ein Tissue Microarray wurde mit insgesamt 576 Gewebeproben (einschließlich Lymphknoten- und Lebermetastasen) konstruiert und immunhistochemisch mit einem monoklonalen Antikörper (Maus IgG; Klon UJ127) gegen das humane L1 untersucht. Die Lymphknoten- und Knochenmarks-Mikrometastasierung wurde jeweils mit den monoklonalen Antikörpern Ber-EP4 und dem anti-Pancytokeratin A45-B/B3 detektiert. Die Korrelation zwischen der L1 Expression und der Tumorzelldissemination in die Lymphknoten, das Knochenmark und dem Überleben wurden mit dem Fisher's, Log-rank Test und der Cox multivariaten Analyse statistisch analysiert. Alle statistischen Tests waren doppelseitig.
L1 wurde in einer Untergruppe von 48 (13%) von 375 Patienten detektiert. Die univariate Analyse der L1 Expression und dem Überleben zeigte eine signifikant schlechtere Prognose der L1-positiven Patienten (Log-rank Test: P<0.05). Die multivariate Cox Regressionsanalyse verifizierte L1 als den stärksten unabhängigen Prognose-Prädiktors (P<0.05) unter Einschluss sämtlicher anderer Faktoren mit prognostischem Wert, wie beispielsweise dem nodalen Status. Der Fisher-Test zeigte eine signifikante Assoziation zwischen der L1-Expression und dem Vorhandensein von disseminierten Tumorzellen in Lymphknoten und im Knochenmark (P<0.05).
Das neuronale Zelladhäsionsmolekül L1 ist ein starker Prognosemarker für Patienten mit einem kolorektalen Karzinom, die komplett reseziert wurden. Die Studie impliziert eine Rolle von L1 bei der frühen Tumorzelldissemination in die Lymphknoten und das Knochenmark. Zukünftige Studien sollten untersuchen und klären, ob L1 als ein Zielmolekül für eine adjuvante, biologische Therapie bei kolorektalen Tumorpatienten dienen könnte.

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